Sancess88 stellt sich und sein Depot vor

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    • Sancess88 stellt sich und sein Depot vor

      Hallo alle zusammen.

      vorab wollte ich mal gegen das bekannte Schwaben klischee:net gschimpft isch globt gnug vorgehen und
      wollte mal ein Lob an alle richten, die mit dem Aufbau dieser Hamsterrad Seite viel Zeit investiert haben.
      Ich finde die Seite sehr gelungen!

      Jetzt würde ich mich gerne kurz vorstellen.
      Ich bin 27 Jahre alt und nach langem überlgen, hab ich mich doch durchgerungen mich hier bei euch zu registriert.
      Ich investiere seit 4 Jahren aktiv an der Börse. Jetzt könnte man meinen, dass ich ja somit die beste Zeit erwischt habe zum investieren
      und das ich in den Gewinnen nur so schwimmen müsste. Leider Nicht!

      Nach vielen Anfängerfehler und vielen versuchen Musterdepots von diversen Aktien Zeitschriften/Empfehlungen nachzubauen, hab ich gemerkt das man eine Strategie finden muss die zu einem passt.
      Ich beschäftige mich seit einer Weile mit dem Thema: Aktiendepot mit Dividendentitel um so bis zum Renteneintritt ein Zusatzeinkommen zu generieren.

      Ich fand dieses Thema schon lange Spannend aber viele meiner tollen Zeitschriften sind eher gegen eine buy and hold Stategie bzw. gegen eine Dividendenstrategie.
      Somit hab ich leider viel Zeit und Geld verloren.

      Ich würde mich sehr freuen, wenn ich ein wenig Hilfe bei dem Aufbau meines Depots bekommen könnte,
      bzw. wenn ich zu Diskussionen etwas beisteuern dürfte.

      Gerne poste ich auch mal mein Depot bei dem Ihr mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit in Schockstarre verfallen werdet.

      Falls mein Post hier in diesem Forum Bereich komplett an der falschen Adresse ist, bitte gleich sagen. Dann schreib ich woanderes rein.

      Ich wünsche allen noch einen schönen Tag und freue mich auf eventuelle Antworten.
    • Kannst Du vielleicht noch was zu Deiner "Strategie" sagen und zu was Du den bzw. worauf Du denn gerne Feedback hättest. Eine Aktie A finde ich (nicht) gut, hilft Dir ja auch nicht viel weiter, denn Du wirst Dir dabei ja schon was gedacht haben.

      Meine erste sponate Reaktion - was hat das mit Dividenden-Strategie zu tun? Und sehr viel Deutschland. Aber das könnte ja Teil Deiner Strategie sein.
    • Hallo Juanito,


      danke schon mal für deine Rückmeldung.
      Mein Depot so wie es gerade noch da steht basiert auf demMusterdepot von meiner "tollen" Abo Zeitschrift.
      Bis auf die ETF´s ist es 1:1 nachgebildet. Leider nicht besonderserfolgreich.

      Mein Ziel ist es die Positionen:
      Salzgitter
      SGL-Carbon
      WCM
      und Wirecard schnellstmöglich und mit hoffentlich geringenVerlusten verkauft zu bekommen, um dann in Div. Titel umzuschichten.
      Ich möchte eine Strategie mit der ich ein Zusatzeinkommengenerieren kann und nicht mehr hektisch hin und her traden muss.
      Da habe ich jetzt die Dividendenstrategie für mich entdeckt.

      Leider bin ich hier noch ganz am Anfang und muss erst dieAltlasten losbekommen um umschichten zu können.
      Mein Problem ist das die Fonds eigendlich auch nicht zu dieser Strategie passen.
      Die Fonds bespare ich aber schon eine Weile und weiß nicht so recht wie ich das Thema umschichten angehen soll.

      Wie würdet Ihr vorgehen um in meinem Fall das Ziel Dividendendepot zu erreichen.
      Das Depot wie es derzeit besteht ist in meinen Augen ein Sammelsorium aus Buntem Allerlei. Wirklich Sinn macht das so nicht :(
    • Sancess88

      Du hast hier ja mindestens zwei Komponenten. Verkauf/Auflösung des jetzigen Depots + Aufbau des neuen Depots.

      Am Anfang steht für mich die Frage nach der Strategie. Was genau ist Deine Strategie? In "Dividendenwerte investierten" ist noch keine, da fängst Du mit dem Instrument an. Ich meine z.B., wie sieht die Aufteilung zwischen "risikofreien" Anlageklassen und Aktien aus, wieviel Verlust kann ich tolerieren, wie lange kann ich auf das Geld verzichten, wann kaufe ich nach bzw. verkaufe ich, welche Zielsetzung verfolge ich mit dem Geld, plane ich den Kauf einer Immobilie davon usw.

      Das Ergebnis daraus sollte die Grundlage Deiner Entscheidung sein. Passen dazu noch die Fonds & Aktien. Ja? Prima, behalten. Nein, dann entweder a) Schlußstrich ziehen & (teilsweise) verkaufen oder b) Schritt für Schritt aus Fonds in neue Aktien umschichten.

      Wenn ich an Deiner Stelle nach Analyse meiner Situation und Planung feststellen würde, dass die Fonds & aktuellen Aktien nicht mehr passen, würde ich verkaufen und mir über regelmäßige Käufe (z.B. nach Hamsterrad Bewertung etc.) mein neues Depot aufbauen. Dieser Ratschlag ist für Dich aber genau soviel wert, wie Du dafür bezahlst (nichts:-)). Denn es muss für Dich und Deine Situation passen.

      Vielleicht noch ein Gedanke: Warum willst Du mit 27 auf Dividenden setzen - sprich Dir regelmäßig Eigenkapital aus dem Unternehmen zahlen lassen und das versteuern? Als Rentner oder Privatier, der ein zusätzliches Einkommen aufbauen möchte, kann ich das nachvollziehen. In Deinem Alter mit ca. 40 Jahren Anlagehorizont bis zur Rente würde ich eher auf wachstumsstarke Unternehmen setzen, von denen ich erwarte, dass sie wichtige Zukunftsthemen abdecken. Du belässt dann quasi Dein Geld im Unternehmen und lässt es dort wachsen (Beispiel Google).
    • Wenn Du wirklich eine neue Strategie anstrebst, würde ich relativ kurzen Prozess mit den Aktien machen, die nicht mehr passen. Mit dem Verkauf zu warten, bis die Verluste nicht mehr so hoch sind, macht keinen Sinn. Augen zu und durch! Die Verluste vergisst Du ganz schnell, wenn Du die Aktien nicht mehr jeden Tag im Depot sieht. Und Du erfreust dich an den Aktien, die Du magst.

      Allerdings solltest Du eine Strategie auch durchhalten können. Du wirst immer ganz viele Tipps bekommen, die Dir ganz tolle Aktien empfehlen, die Du gerade nicht besitzt. Das Gras ist immer dort viel grüner wo man gerade nicht ist.

      Ich hab zwei Tipps, wie ich das mit dem Durchhalten besser hin bekomme:
      - Kauf Dividendenaktien: das mag steuerlich nicht die tollste Variante sein, weil man auf die Dividende sofort Steuern zahlen muss. Wenn es dich aber dazu bringt, die Aktie nicht bei jedem kleinen Rücksetzer zu verkaufen, lohnt es sich trotzdem. Dabei kommt es gar nicht so sehr auf die Höhe der Dividende an, sondern vielmehr darauf, dass immer mal wieder ein bisschen Geld auf Dein Konto kommt und Dich daran erinnerst, dass Deine Aktien Geld verdienen.
      - Kauf Aktien, zu denen Du ein positiv (oder mindestens ein neutrales) Verhältnis hast. Ich kaufe z.B. keine Tabak-Aktien. Politische Gründe sind mir dabei egal. Aber da ich Rauchen nicht mag, hätte ich eine negative Einstellung zur Firma und würde die bei jeder schlechten Nachricht gleich wieder auf die Verkaufsliste setzen.

      Viele Grüße,
      Tom
    • Vielen Dank für die Tipps.


      Mich würde noch sehr Interessieren, ob Ihr das Investieren inDividendentitel mit 27 Jahren als sinnvoll betrachtet?
      Ist der Steuerliche Gesichtspunkt in diesem Fall so gravierend?


      Wäre das Anlegen in wachstumsstarke Unternehmen bis ca. 45 Jahreund dem anschließenden umschichten in Div. Titel besser ?


      Meine Derzeitige Finanzaufteilung ist wie Folgt:


      48% in Aktien
      24% in ETF´s + Aktien Fonds
      15% in Wertzuwachssparplan
      13% in Bundesschatzbriefe (Durchschnittlich 4% verzinnst)


      Wie schon erwähnt bespare ich die ETF´s + Fonds jeden Monatregelmäßig.
      Des weiteren habe ich einen Monatlichen Betrag den ich fürAktienkäufe verwende.


      Ich bin auf das Geld (soweit Planbar) eine sehr lange Zeit (20Jahre und mehr) nicht angewiesen , da ich sehr günstig zur Mietewohne und auch ansonsten nicht auf Großem Fuß lebe.
      Eine Eigene Immobilie ist nicht geplant, und ich habe KeineKredite die ich bedienen muss.


      Was die Risikoneigung angeht verfalle ich nicht gleich in Panik,wenn mein Depot mal Rot ist.
      Was aber ein rießen Fehler in meinen 4 Anlegerjahren war, ist dasviel zu frühe verkaufen von Aktien die Gut gelaufen sind und diedamit verbundenen hohen kauf und verkaufintervalle.


      Deshalb ist eine Vorgehensweise "Nach Plan" für michsehr wichtig um keine schnellen und unüberlegten Entscheidungen zutreffen.
      Mein Ziel für die Zukunft (in ca. 10-15 Jahren) ist das ich genug Geld angespart habeum meiner Frau und mir eine Arbeitsstelle auf Teilzeit zu ermöglichen, ohnejeden Euro zweimal umdrehen zu müssen.

      Wünsche noch allen einen sonnigen Montag.
    • Das kann man meiner Meinung nach nicht pauschal beantworten.

      Ich versuche es mal so. Was sind denn Dividenden? Damit entziehst Du dem Unternehmen Kapital und Du musst es zum Zeitpunkt der Auszahlung versteuern (insofern FA ausgeschöpft und kein Verlusttopf vorhanden). Das kann sinnvoll sein, wenn Du denkst, dass das Kapital bei Dir besser aufgehoben ist als im Unternehmen zu arbeiten.

      Ein weiter Grund kann sein, dass Du aus welchem Grund auch immer auf die regelmäßigen Zahlungsströme der Dividende angewiesen bist. Zum Beispiel als Ersatz fürs Arbeitseinkommen oder zur Rentenaufbesserung etc.

      Ich persönlich halte nichts von den "psychologischen" Gründen, die manchmal angeführt werden. Zum Beispiel, dass man im Crash ja dann immer noch eine Dividende hat. Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber 2008/09 war mir die Dividende sowas von Schnuppe als die Kurse 40-50% und mehr runterrauschten. Du magst da andres gestrickt sein.

      Sicherlich bin ich "old school", aber "früher" hat man eine Aktie gekauft, weil man von dem Unternehmen und seinen Aussichten berzeugt war. Als Aktionär wurde man dann am Gewinn über die Dividende beteiligt.

      Heute lese ich das in vielen Foren und auf manchen Blogs andersrum. Da wird das Unternehmen wegen der Dividende gekauft. Was dabei rauskommen kann, sieht man ja dann zum Beispiel in der Zusammensetzung eininger Blogger Depots oder bei den Select Dividend Indizes. 42% Finanzwerte, 16% Versorger, usw.
    • Es macht sicher keinen Sinn nur auf die Dividende zu schauen und dann stumpf die Titel mit der höchsten Dividendenrendite zu kaufen. Das geht dann garantiert in die Hose. Bei den Titeln des Hamsterrad-Systems werden ja aus gutem Grund Gewinn pro Aktie UND Dividende pro Aktie betrachtet. Am Ende sollte man Aktien von Firmen kaufen, die kontinuierlich Gewinne produzieren. Die Dividende (und deren Steigerung) kann da nur einen Hinweis geben. Aber man muss sich schon etwas genauer mit einem Unternehmen beschäftigen, um zu klären, ob es wirklich langfristig wächst, welches seine Konkurrenten sind, wie zyklisch sein Geschäft ist, etc. Wenn man sich die Mühe nicht machen will oder kann, sollte man mit ETFs den breiten Markt kaufen. Aber wirklich den breiten Markt und nicht nur deutsche Nebenwerte und NASDAQ.