Angepinnt Hamsterrad Depot

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  • Hamsterrad Depot

    Grundsätzliches zum Depot sowie der Erstellung des Index

    Das Depot ist im April 2014 durch Umschichtungen von ETFs in Einzelaktien entstanden, und wird seit August 2014 auf Basis des Bewertungssystems erweitert.
    Die heute noch relevanten Teile der Dokumentation habe ich hierher übernommen, die komplette Historie findet sich im Wertpapier Forum.

    Die Fakten:
    • Enthaltene Wertpapiere: Nur Aktien (Einzelwerte, Large Caps, global)
    • Strategie: Marktbreit mit Optimierung Richtung Dividenden
    • Anlagehorizont: open end
    • Investitionsstil: buy and hold
    • Aktuelles Ziel: Ein zweites Einkommen aus Dividenden neben der Selbständigkeit
    • Späteres Ziel: Nach dem Ende der Erwerbsbiographie sollen die Dividenden als Rente dienen


    Auswahlkriterien Aktien:
    • Zum Zeitpunkt der Auswahl im MSCI World enthalten
    • In möglichst vielen Ländern aktiv, gerne auch in den EMs um an diesen indirekt zu partizipieren
    • Marktführer oder zumindest mit einer starken Marktposition
    • Die Unternehmen sollten in der Lage sein, eine Krise wie 2008/09 zu überstehen
    • Nicht zyklische Branchen bevorzugt (Gesundheitswesen, nichtzyklische Konsumgüter)
    • Sollte ein Unternehmen an mehreren Börsen gelistet sein (z. B. Unilever) wird die steuerlich und währungstechnisch einfachere Variante gewählt


    Das Ergebnis:
    Ausgewählt wurden 65 gute bis sehr gute Unternehmen, welche den Hamsterrad Index bilden. Auf- und Abstiege in bzw. aus dem Index sind nicht geplant, können aber auch nicht völlig ausgeschlossen werden.
    Die Auswahl der Unternehmen erfolgte einmalig aktiv durch das Lesen der Firmenprofile. Die Gewichtung innerhalb des Index erfolgt passiv anhand fester Kriterien.
  • Nachkäufe und Gewichtung

    Rebalancing erfolgt ausschließlich über frisches Geld. Um das Risiko zu beschränken, soll durch Zukäufe keine Position die 3% Marke des Depots (dauerhaft) überschreiten. Dies entspricht der doppelten Positionsgröße, wie sie sich bei Gleichgewichtung der Aktien ergeben würde. Dies deckelt das Risiko einzelner Positionen, erlaubt aber trotzdem das Setzen von Akzenten.

    Die Nachkäufe erfolgen dabei nach folgender Regel, welche auf die erstellte Auswertung (Kaufentscheidungen) angewendet wird:

    • Filter % Anteil Depot < 3%
      Nur Unternehmen berücksichtigen, die den Cap noch nicht erreicht haben
    • Sortiere nach DR+360d absteigend
    • Sortiere nach Bewertung absteigend
    • Je nach verfügbarem Kapital erhalten der oberste oder die obersten beiden Werte je x Euro

    Hintergrund:
    Die Unternehmen mit den besten Bewertungen sollen nachgekauft werden. Bei gleicher Bewertung entscheidet die für die nächsten 360 Tage prognostizierte Dividendenrendite.


    Warum monatliche Zukäufe?

    In der Zeit zwischen 2003 und 2009, vor der Umstellung auf ETFs, habe ich ausschließlich mit Aktien und deren Derivaten gehandelt. Es gab keinen festen Zeitpunkt oder Betrag, alle Käufe erfolgten auf Basis simpelster Bewertungsmethoden. Die Dividendenrendite spielte dabei eine Rolle, ebenso vorangegangene Kursverluste der Aktie (Schnäppchengen) ohne wirklich auf den Grund der Verluste zu achten und nicht zuletzt jede Menge Bauchgefühl. Das führte zu Timing Versuchen ähnlich wie beim Tanken - und meistens ärgert man sich hinterher nur. Entweder über verpaßte Chancen oder falsche Entscheidungen.

    Mit der Umstellung auf ETFs Ende 2009 wurde dies anders. Sich im Vorfeld die Zielgewichtung von Wertpapieren zu überlegen und diese regelmäßig wiederherzustellen, fand ich einfach und genial. Bauchentscheidungen gab es fortan nicht mehr, alles folgte im Vorfeld definierten Regeln. Durch die Verwendung von Sparplänen wurden dann zusätzlich noch etwaige Timingversuche unterbunden. So gab es ab Dezember 2009 drei Sparpläne (Welt, Europa, EM), die fortan monatlich, im Takt der Geldeingänge, automatisch zukauften. Aufgrund des schwankenden Einkommens habe ich die Höhe der Sparpläne so gewählt, das ich sie eigentlich immer bedienen konnte. Durch die gute Auslastung sammelte sich jedoch immer weiter Kapital an, welches über Sparpläne nicht ins Depot zu bringen war. Darüber hinaus entstand der Wunsch nach einer breiteren Streuung und dem Setzen von Akzenten (z. B. über Dividenden ETFs). Ich habe daher angefangen monatlich, zeitgleich mit den Sparplänen, ETFs von Hand dazuzukaufen, selbst auf die Uhrzeit habe ich geachtet. Wenn man so will eine Art manueller Sparplan. Durch die manuellen Zukäufe entstand zusätzlich die Möglichkeit, Rebalacing mittels frischem Kapital durchzuführen und das Depot wieder in Richtung der angedachten Aufteilung zu bringen.

    Durch das Verfahren verschwanden die Probleme des Timings. Es gab keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt, kein teuer oder billig mehr. Es gab nur noch den Sparplantag, das stupide Nachkaufen nach Kalender und Zielgewichtung. In meinen Augen sorgt diese Art der Anlage für sehr viel Disziplin bei der Geldanlage - ähnlich dem Abtragen eines Hauskredits. Im nachhinein hat sich die Methode zumindest für diese Zeit als besonders glücklich erwiesen, da ich auch nachgekauft habe, als mir alles eigentlich schon wieder zu teuer war. Mit meinen früheren Timingversuchen hätte ich viele Chancen und den weiteren Anstieg ab Mitte 2010 wahrscheinlich verpaßt.

    Market Timing liegt mir einfach nicht - und wahrscheinlich bin ich damit nicht alleine. Daher habe ich das gängige Verfahren für ETFs auch nach der Umstellung auf Einzelaktien beibehalten, die Methode "Sparplan" in das neue Depot übernommen. Die BIP Gewichtung hat es allerdings nicht ins neue Depot geschafft - wie auch, decke ich die Welt durch meine Aktienauswahl nicht mehr komplett ab. Darüber hinaus sind nicht mehr alle Länder mit allen Branchen vertreten, so daß eine BIP Gewichtung zu Problemen bei der Branchenverteilung führen würde - und umgekehrt. Daher erfolgt jetzt die Gewichtung nach der Aktienbewertung zum Kauftag.
  • Grundsätzliches zu den Berichten

    Die prozentualen Angaben basieren auf den Kursen des Handelsplatzes Frankfurt. Sie beziehen sich daher ggf. nicht auf die Heimatwährung / die Heimatbörse, sondern stellen die Zahlen aus Sicht des Euroanlegers bzw. eines Anlegers aus Deutschland dar. Ursprünglich habe ich Xetra als Referenz favorisiert, allerdings werden dort nicht alle Papiere gehandelt. Um Mischungen unterschiedlicher Kursquellen zu vermeiden, habe ich mich dann für Frankfurt entschieden.

    Bestand & Kennzahlen
    Die hellblauen Felder in der ersten Zeile sind durchschnittliche Werte für das Depot mit der aktuellen Gewichtung.
    Die grauen Felder in der zweiten Zeile sind durchschnittliche Werte für das Depot, wenn die Unternehmen gleichgewichtet wären. Sie dienen rein zum Vergleich mit der ersten Zeile, um die aktuelle Gewichtung besser einschätzen zu können.

    Die Kennzahlen übernehme ich eins zu eins aus dem erstellten Bewertungssystem.

    Performance seit Auflegung inkl. Vergleichsindexes
    Die Performance des Depots (Kurswert + Bruttodividende) wird mit zwei Indexes in Form von ETFs verglichen:
    1. iShares Dow Jones Global Titans 50 (Kurswert + Bruttodividende)
    2. iShares MSCI World (Nur Kurswert, da thesaurierend)
    Spesen werde ich dabei keine berücksichtigen.

    Um einen möglichst fairen Vergleich zwischen dem Depot und den Vergleichsindexes zu ermöglichen, gehe ich bei der Startbefüllung des Depots wie folgt vor:
    1. Ermittlung von realen Kaufkursen (Abfrage Kurs bei Lang & Schwarz) vor Beginn der Umstellung auf Aktien für die drei bereits vorhandenen Wertpapiere. So simuliere ich einen Kauf der bereits vorhandenen Positionen um den Bestandsaktien keinen Gewinnvorsprung vor den Vergleichsindexes zu geben. Ausgangsbasis für den Vergleich bildet dann der simulierte, nicht der reale Kauf.
    2. Ermittlung von realen Kaufkursen (Abfrage Kurs bei Lang & Schwarz) für die beiden ETFs nach Abschluß der Käufe europäischer (23 Positionen) und vor Beginn der Käufe amerikanischer (24 Positionen) Aktien. Ausgangsbasis für den Vergleich bilden dann die zwei simulierten ETF Käufe.
    Um den perfekten Vergleich zu ermöglichen, müßte ich vor jedem Aktienkauf die Kurse der ETFs abfragen und Käufe in Höhe der darauf folgenden Aktientransaktion simulieren. Der Aufwand 50 mal 2 ETF Käufe und 3 mal Aktienkäufe (Bestandspositionen) zu simulieren ist mir allerdings zu groß, so daß ich es bei der Simulation von drei Aktien- und zwei ETF Käufen belasse. Geringfügige Abweichungen bei Ermittlung der Vergleichsindexreferenz nehme ich in Kauf. Ich hoffe durch die Simulation der ETF Käufe nach ca. 50% der Aktientransaktionen einen realistischen Mittelwert zu finden.

    Um einen möglichst fairen Vergleich zwischen dem Depot und den Vergleichsindexes zu ermöglichen, gehe ich beim Nachkauf von Aktien wie folgt vor:
    1. Ermittlung von realen Kaufkursen (Abfrage Kurs bei Lang & Schwarz) für die beiden ETFs vor Durchführung der Aktientransaktion
    2. Simulation von ETF Nachkäufen zum ermittelten Kurs in Höhe der real getätigten Aktiennachkäufe

    Aktuelle GuV Unternehmen + Vergleichsindexes
    Die prozentuale Veränderung errechne ich durch ((Anteile * Kurs) / (Investment netto - Dividende brutto)) - 1