Mein Depot vs ETF

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    • Alexxx schrieb:

      Das heißt eben aber auch der Aufwand ist extrem hoch und das Ergebnis ist fast der Marktdurchschnitt.
      Du solltest Dich als Bundeskanzlerkandidat aufstellen lassen. Zwischen Brutto und Netto nicht unterscheiden zu können ist da schon mal eine gute Voraussetzung.

      Alexxx schrieb:

      Wenn du selbst sagst, dass die Performance dem MSCI World mehr oder weniger gleicht, dann ist doch die Frage berechtigt, in wie weit man überhaupt "Unterbwertung" erkennt bzw. ob der Aufwand gerechtfertig ist.
      Wenn ich netto (!) mit dem MSCI World brutto (!) auf Dauer mithalten könnte und darüber hinaus auch noch eine Crash-Versicherung durch den Verzicht auf Zykliker geschenkt bekomme, dann wäre das ein Träumchen.
      Ob es wahr wird, werden wir allerdings erst beim nächsten Crash sehen.

      Alexxx schrieb:

      Bloß ob es dir in der Praxis zukünftig nützt? Ob du jetzt mit KGVs 16 oder KGVs 20-60 den Marktdurchschnitt erreichst ist doch letzten Endes egal.
      Aber es ist nicht egal, ob man eine Aktie für KGV 20-60 kauft, wenn es gleichzeitig eine gleich gute Alternative für ein KGV von 16 gibt. (Denn genau das besagen die Hamsterrad-Punktzahlen im 200er-Bereich.)

      Mal angenommen, beide Unternehmen entwickeln sich operativ exakt gleich weiter. Dann hat das eine der beiden 5% des Aktienkurses zur jährlichen Verteilung auf Dividenden und Aktienrückkäufe übrig und das andere 6,25%.
      Selbst wenn diese KGV-Differenz also permanent bestehen bleiben würde, müsste das EPS des "billigeren" der beiden Unternehmen pro Jahr um 1,25% schneller wachsen als das EPS des anderen.
      (Und so etwas zu finden würde die jährlichen Fondsmanagergebühren in vergleichbarer Höhe rechtfertigen.)

      Ein Ausgleich der KGV-Differenz gäbe dann noch mal einen einmaligen 20%-Bonus oben drauf.

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    • Pro schrieb:

      Da bin ich anderer Meinung , auch wenn die Zeiten von tripple A Anleihen mit Gewinnbringern vorüber sind.Ein 50 % er Anleiheanteil stabilisiert das Depot in Krisenzeiten , die Intention muss natürlich sein dieselben bis zur Fälligkeit zu halten , so dass sie zum Nominalwert gerechnet werden können , das funktioniert natürlich nur im privaten Bereich und darum geht es hier ja .

      Ob 2003 oder 2008 es waren immer die Anleihen , die stabilisierten .
      Weil sie in Krisenzeiten eine vernünftige Rendite brachten und keine hohen Kursrisiken in sich bargen.

      Dies ist aber beides inzwischen nicht mehr der Fall. Ich habe doch extra die Graphik verlinkt, die Dir zeigen soll, wie deutlich stärker die Anleihen inzwischen überbewertet sind als die Aktien.

      Wenn die lang laufenden Anleihen bei stark steigenden Zinsen erst mal um 30% einbrechen, dann ist diese Substanz aus dem Depot verschwunden. Das ist dann nicht besser als ein Aktiencrash.
      Es nützt Dir auch nichts, die Anleihen nach ihrem Kurseinbruch um 30% zehn Jahre halten zu müssen, um am Ende ihren Kaufpreis (ohne jegliche Zinsen!) zurück zu erhalten. Wie hoch kann bis dahin die Inflation gestiegen sein? (Die EZB will 2% Inflation als Richtwert erreichen!) Wie viel ist der Nennwert dann noch wert?
      Aktien sind Substanzwerte, die steigen bei zunehmender Inflation mit, weil die Unternehmen ihre Preise nach oben anpassen können, wenn die Kaufkraft des Geldes sinkt.

      Das, was 2003 und 2008 bei einem Zinsniveau von 5% galt, gilt 2016 bei einem Zinsniveau von 0% eben nicht mehr. Wer wird denn freiwillig ein solches Kursrisiko eingehen, wenn er bei Buy&Hold eine schlechtere Rendite bekommt als für Tagesgeld?
      Wenn Anleihen im Depot heutzutage überhaupt stabilisierend wirken können, dann vermutlich als Floater oder als inflationsindexierte Bonds. Beide würden steigende Zinsen aushalten. Solche Papiere haben wir auch tatsächlich mit an Bord.

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    • Bereinigung schrieb:

      Wenn Anleihen im Depot heutzutage überhaupt stabilisierend wirken können, dann vermutlich als Floater oder als inflationsindexierte Bonds. Beide würden steigende Zinsen aushalten. Solche Papiere haben wir auch tatsächlich mit an Bord.
      Das ist klar , das sind quasi die Anleihen , die auch in meinem Depot den AAA gefolgt sind , was sonst soll man denn kaufen ?
      Deine Aussage stimmt natürlich nur , wenn man weiterhin AAA ins Depot legt und zu völlig überbewerteten Kursen kauft , nur wer macht das ? Ich nicht .

      Insofern bleibt doch die Anleihe stabilisierend wenn sie bis zur Endfälligkeit gehalten wird und nicht über pari erworben wurde , vorausgesetzt der Herausgeber hält durch .

      Was also bei mir immer noch als tripple A im Depot liegt , sind alte Langläufer , die natürlich inzwischen weit über pari notieren und selbstverständlich in Verbindung mit einer Zinserhöhung entsprechend einbrechen .

      Da hat man natürlich die Möglichkeit zuvor Gewinne zu realisieren um dann festzustellen , dass man mit ähnlicher Qualität nur noch zu überhöhten Kursen einsteigen kann , oder man lässt sie zur Stabilisierung im Depot , ein Verkauf wäre nur empfehlenswert , wenn man das Geld anderweitig investiert , Sachwerte etc. eine Neuinvestition wiederum in Anleihen , also eine Umschichtung bringt nichts , jedenfalls dann nicht , wenn man in ähnliche Qualität investieren will .
    • Pro schrieb:

      Deine Aussage stimmt natürlich nur , wenn man weiterhin AAA ins Depot legt und zu völlig überbewerteten Kursen kauft , nur wer macht das ? Ich nicht .
      Das Problem ist, dass andere Anleihen noch höher überbewertet sind als Triple-A. (Der Plan der EZB war ja auch nicht, in erster Linie Deutschland finanziell zu stützen...)

      Vor der Finanzkrise galt für mich die Faustformel: Die Rendite-Differenz zwischen "AAA" und der Investment-Grade-Grenze muss mehr als 4% betragen, um das Risiko einer solchen Investition einzugehen.

      Aber welche Investment-Grade-Anleihe bietet derzeit 4% Rendite? Spanien bezahlt satte 1,3%.


      Pro schrieb:

      Da hat man natürlich die Möglichkeit zuvor Gewinne zu realisieren um dann festzustellen , dass man mit ähnlicher Qualität nur noch zu überhöhten Kursen einsteigen kann , oder man lässt sie zur Stabilisierung im Depot , ein Verkauf wäre nur empfehlenswert , wenn man das Geld anderweitig investiert,
      Ganz im Gegenteil: Ein Verkauf zu einer negativen Rendite macht insbesondere dann Sinn, wenn man für Liquidität eine höhere Rendite bei gleichzeitig fehlendem Kursrisiko erhält. Also Cash halten statt überbewertete AAA-Bonds. (Meinetwegen auch Geldmarktfonds, wenn man Tagesgeld nicht will oder darf.)

      Eine längere Laufzeit muss durch einen Renditeaufschlag honoriert werden (vor allem angesichts der in den USA bereits laufenden Zinswende). Wenn ich diesen nicht bekomme, warum soll ich das Kursrisiko eingehen?

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    • Bereinigung schrieb:

      Du solltest Dich als Bundeskanzlerkandidat aufstellen lassen. Zwischen Brutto und Netto nicht unterscheiden zu können ist da schon mal eine gute Voraussetzung.
      Wenn du schon pedantisch wirst, dann solltest du:
      1. Das Wörtchen "fast" nicht überlesen oder
      2. Das Butto bzw. Netto in Zahlen fassen...
      Was bringt es Netto und Brutto zu betonen, wenn der Unterschied vielleicht nur 0,1% beträgt?

      Bereinigung schrieb:

      Aber es ist nicht egal, ob man eine Aktie für KGV 20-60 kauft, wenn es gleichzeitig eine gleich gute Alternative für ein KGV von 16 gibt.
      Doch es ist eben egal, wenn die Redite am Ende die gleiche ist (ganzes Depot)!
      Wenn du dich auf Einzelaktien beziehst, dann hast du Recht.
    • Alexxx schrieb:

      Was bringt es Netto und Brutto zu betonen, wenn der Unterschied vielleicht nur 0,1% beträgt?
      Du kannst davon ausgehen, dass der Steuersatz sich von demjenigen eines normalen Anlegers nicht allzu sehr unterscheidet.

      Es gibt aber nicht "den Steuersatz", sondern der schwankt von Jahr zu Jahr. Tendenziell ist er seit der Finanzkrise höher als vorher, weil bis 2008 die Realisierung von Kursgewinnen steuerfrei war (was meinem Anlageverhalten sehr entgegen kam) und es früher mal deutlich mehr EM-Anleihen mit fiktiver Quellensteuer gab als heute. Und ein anleihelastiges Depot, das mit dem Aktienmarkt mithalten will, kommt auf die Dauer ohne Kursgewinne von EM-Junkbonds nicht aus.

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    • Bereinigung schrieb:

      Aber welche Investment-Grade-Anleihe bietet derzeit 4% Rendite? Spanien bezahlt satte 1,3%.
      Bombardier Inc. DL-Notes 2015(15/25) Reg.S | A1ZX3L | USC10602BA41 | Übersicht | boerse-stuttgart.de
      [u]T-Mobile USA Inc. DL-Notes 2013(13/19) | A1HR51 | US87264AAC99 | Übersicht | boerse-stuttgart.deboerse-stuttgart.de/de/T-Mobile-USA-Inc-Anleihe-US87264AAC99[/u]

      Türkei, Republik DL-Notes 2006(36) | A0GLU5 | US900123AY60 | Übersicht | boerse-stuttgart.de

      Man kann jetzt über Investmentgrade diskutieren , ohne Frage , in Euro wirst du nichts vergleichbares finden und wer vor drei Jahren ähnliches erworben hat , wurde durch Aufwertung belohnt .
      Ich bin ohnehin der Meinung , dass der Dollar der bessere Euro ist .

      So etwas ähnliches müsstet ihr doch auch eingekauft haben , wenn man schon das Geld nicht ohne Zinsen verkümmern lassen und einen Graben zum nächsten Crash bauen will , oder ?
    • Pro schrieb:

      So etwas ähnliches müsstet ihr doch auch eingekauft haben , wenn man schon das Geld nicht ohne Zinsen verkümmern lassen und einen Graben zum nächsten Crash bauen will , oder ?
      Offensichtlich müssen unsere Anleihen "schlimmer" sein, wenn das von Dir betrachtete Segment so wenig Auswahl bietet (zumal ich angesichts der laufenden Zinswende lange Laufzeiten zu meiden versuche).
    • Bereinigung schrieb:

      Du kannst davon ausgehen, dass der Steuersatz sich von demjenigen eines normalen Anlegers nicht allzu sehr unterscheidet.

      Es gibt aber nicht "den Steuersatz", sondern der schwankt von Jahr zu Jahr. Tendenziell ist er seit der Finanzkrise höher als vorher, weil bis 2008 die Realisierung von Kursgewinnen steuerfrei war (was meinem Anlageverhalten sehr entgegen kam) und es früher mal deutlich mehr EM-Anleihen mit fiktiver Quellensteuer gab als heute. Und ein anleihelastiges Depot, das mit dem Aktienmarkt mithalten will, kommt auf die Dauer ohne Kursgewinne von EM-Junkbonds nicht aus.
      Ganz konkret:
      Aktienentwicklung im Depot Brutto vs MSCI World Brutto. (Keine Anleihen...)
      Mehr braucht man doch gar nicht wissen. An den Steuern kann man ehe nicht viel machen als Kleinanleger.
    • @Alex:

      Ich führe ein Einzelaktien Depot seit dem 27.05.2013 und berechne meine Performance mit Xintzinsfuss (Vor Steuer, nach Gebühren):

      • Depot Rendite: 9,94% p.a.
      • Dax Rendite: 6,50% p.a.
      • S&P 500 Total Return: 9,30% p.a.
      • Lyxor MSCI World EUR: 7,86% p.a.


      Wie schon erwähnt, ist der Betrachtungszeitraum zu kurz, da mein Ziel ebenfalls nicht ist, die Indizes zu schlagen, sondern Unternehmen im Depot zu haben die robuster durch eine Krise kommen.
    • WB1893 schrieb:

      Wie schon erwähnt, ist der Betrachtungszeitraum zu kurz, da mein Ziel ebenfalls nicht ist, die Indizes zu schlagen, sondern Unternehmen im Depot zu haben die robuster durch eine Krise kommen.
      Wenn der Unterschied dauerhaft ca. +2% beträgt ist das super.
      Wieviele Titel hast du?
      Bzw. wie schwankt die Renditedifferenz zwischen Aktiendepot und MSCI World ETF in diesem kurzen Zeitraum?

      WB1893 schrieb:

      Lyxor MSCI World
      Welcher ist das? LYX0AG oder LYX0MG?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Alexxx ()

    • Alexxx schrieb:

      Ganz konkret:Aktienentwicklung im Depot Brutto vs MSCI World Brutto. (Keine Anleihen...)
      Solche Zahlen habe ich nicht (und es wäre mir auch viel zu kompliziert, die zu berechnen). Wofür auch? Das opportunistische Verschieben zwischen Anleihen und Aktien (insbesondere heute...) ist ein essentieller Teil meines Anlagekonzepts. Deshalb ist der MSCI World auch nur "begrenzt tauglich" als Benchmark.
    • Bereinigung schrieb:

      Solche Zahlen habe ich nicht (und es wäre mir auch viel zu kompliziert, die zu berechnen). Wofür auch? Das opportunistische Verschieben zwischen Anleihen und Aktien (insbesondere heute...) ist ein essentieller Teil meines Anlagekonzepts. Deshalb ist der MSCI World auch nur "begrenzt tauglich" als Benchmark.

      Bereinigung schrieb:

      wird ein bewusst defensiv ausgerichtetes Depot gegenüber dem Gesamtmarkt keine Rendite-Vorteile liefern.
      Ok. Du redest von Depot und ich rede von Aktiendepot.
      Alle meine Aussagen bis jetzt beziehen sich auf ein Aktiendepot. Das Bewertungsystem bezieht sich ebenfalls auf Aktien. MSCI World sind auch nur Aktien.
      Anders lässt sich doch auch gar nichts miteinander vergleich.

      Bereinigung schrieb:

      Wofür auch?
      Vielleicht bin ich zu naiv, aber ich will schon wissen, wie sich meine Aktienauswahl entwickelt. So wie es anscheinend WB1893 richtig macht. Ich möchte doch wissen, in wie weit mein Bewertungsystem erfolgreich ist oder eben nicht bzw. mit welchen Indizes / Markt ich vergleichen kann.
    • Alexxx schrieb:

      Welcher ist das? LYX0AG oder LYX0MG?
      LYX0AG

      Alexxx schrieb:

      Wieviele Titel hast du?
      Bzw. wie schwankt die Renditedifferenz zwischen Aktiendepot und MSCI World ETF in diesem kurzen Zeitraum?
      Titel zwischen 15-25... Ich erstelle keine monatlichen Reports, nur am Ende des Jahres einen Vergleich:


      JahrRendite DepotRendite Lyxor MSCI World EUR
      2013 (27.05 - Ende)0,67%3,43%
      201412,97%17,68%
      201514,72%8,29%



      Alexxx schrieb:

      Vielleicht bin ich zu naiv, aber ich will schon wissen, wie sich meine Aktienauswahl entwickelt. So wie es anscheinend WB1893 richtig macht. Ich möchte doch wissen, in wie weit mein Bewertungsystem erfolgreich ist oder eben nicht bzw. mit welchen Indizes / Markt ich vergleichen kann.
      Nein, muss er nicht, da sein Depot eben auch Anleihen enthält um es entsprechend zu stabilisieren. Die Performance der Aktien allein wird wohl deutlich besser sein, weil Anleihen selten Renditen über 5-6% bieten...
    • Bereinigung schrieb:

      Alexxx schrieb:

      Ganz konkret:Aktienentwicklung im Depot Brutto vs MSCI World Brutto. (Keine Anleihen...)
      Solche Zahlen habe ich nicht (und es wäre mir auch viel zu kompliziert, die zu berechnen). Wofür auch? Das opportunistische Verschieben zwischen Anleihen und Aktien (insbesondere heute...) ist ein essentieller Teil meines Anlagekonzepts. Deshalb ist der MSCI World auch nur "begrenzt tauglich" als Benchmark.


      WB1893 schrieb:

      Nein, muss er nicht, da sein Depot eben auch Anleihen enthält um es entsprechend zu stabilisieren. Die Performance der Aktien allein wird wohl deutlich besser sein, weil Anleihen selten Renditen über 5-6% bieten...
      Und genau das ist das Problem , aber dennoch schön , dass hier jemand ist , der Anleihen zur Stabilisierung hält .
      Und das vermutlich nicht nur mit Kurzläufern wegen der ""anstehenden Zinserhöhung"" ?

      Europa kann sich keine Zinserhöhung erlauben , die Verschuldung lässt so etwas nicht mehr zu , wir werden nach meiner Einschätzung in den nächsten 10 Jahren keine Erhöhungen sehen , was wir sehen werden ist ein Umbau dieser EU Gemeinschaft , der nächste Austrittkandidat wird Italien sein , gemeinsam mit Griechenland wird sich unter Einschluss von Spanien und/ oder Portugal eine Veränderung ergeben , bei der man froh sein wird , wenn der Euro weiterexistiert .

      Ein Depot mit einem MSCI World zu vergleichen bringt überhaupt nichts , es zählt allein die Gesamtperformance und die auszurechnen ist schwierig genug .

      Grundlage ist der Depotauszug , die Erträgnisaufstellung , die Steuerbescheinigung , das gesamte Schichten während des Jahres incl. Neuerwerbungen , es ist einfach naiv zu glauben , dass man mal eben den Index vergleicht .
    • Pro schrieb:

      Und das vermutlich nicht nur mit Kurzläufern wegen der ""anstehenden Zinserhöhung"" ?
      Ich wollte, ich könnte das mit "ja" oder "nein" beantworten. Es ist aber komplizierter, weil ein Teil der Anleihen "kündigunggefährdete" Nachränge sind (also solche, bei denen der frühestmögliche Kündigungstermin bereits verstrichen ist). Die können in ein paar Monaten weg sein oder noch 5-10 Jahre leben.

      Ich habe für jede Anleihen einen "geschätzten Endfälligkeitstermin" erfasst. Auf dieser Basis beträgt die modifizierte Duration des Anleihenteils minimal weniger als 3%. Das sind also überwiegend mittlere Laufzeiten mit relativ hohen Kupons.

      Pro schrieb:

      Ein Depot mit einem MSCI World zu vergleichen bringt überhaupt nichts , es zählt allein die Gesamtperformance und die auszurechnen ist schwierig genug.
      Das Depot ist permanent zu 100% investiert, hat keine Kapitalzuflüsse (sondern sogar Kapitalabflüsse, allerdings im Rundungsfehlerbereich), und die Steuern werden von der Bank automatisch abgezogen.
      Was bitte soll unter diesen Randbedingungen bei einer Renditerechnung anderes herauskommen als die Wertveränderung im Laufe eines Jahres?

      Ich mache übrigens eine XINTZINSFUSS-Renditeberechnung für jede einzelne Aktie - mich interessiert, was funktioniert hat (sprich: Deutlich über 10% p.a. a) und was nicht. Aber eine Rendite für den Aktienteil bringt mir überhaupt nichts.

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    • Bereinigung schrieb:

      Ich wollte, ich könnte das mit "ja" oder "nein" beantworten. Es ist aber komplizierter, weil ein Teil der Anleihen "kündigunggefährdete" Nachränge sind (also solche, bei denen der frühestmögliche Kündigungstermin bereits verstrichen ist). Die können in ein paar Monaten weg sein oder noch 5-10 Jahre leben.

      Da stimme ich dir zu , allerdings betrifft es auch bei mir nur einen Teil der Anleihen .

      Bereinigung schrieb:

      Das Depot ist permanent zu 100% investiert, hat keine Kapitalzuflüsse (sondern sogar Kapitalabflüsse, allerdings im Rundungsfehlerbereich), und die Steuern werden von der Bank automatisch abgezogen.
      Was bitte soll unter diesen Randbedingungen bei einer Renditerechnung anderes herauskommen als die Wertveränderung im Laufe eines Jahres?

      Sieht bei mir anders aus , es gibt einen der Marktsituation entsprechend hohen Cash-Anteil rd. 20 % , Neuinvestitionen finden laufend statt , auslaufende Papiere , verkaufte Aktien sind in jedem Jahr dabei ,das Depot "lebt" insofern sind Berechnungen wie hier angesprochen nicht einfach durchzuführen .

      Aktien werden gesondert gelistet , Erwerb incl. Nebenkosten ,Verkauf/Gewinn etc. Divis fließen in die Renditeberechnung mit ein .

      Mein Ziel... die Gewinne laufen lassen , ist allerdings anders zu verstehen als in der Branche üblich , ich möchte in der Tat Positionen aufbauen , die ohne Investitionskosten laufen , bei einigen ist es mir in 20 Jahren gelungen .
    • Pro schrieb:

      Erwerb incl. Nebenkosten ,Verkauf/Gewinn etc. Divis fließen in die Renditeberechnung mit ein.
      Und in die Wertveränderung des Depots ebenfalls.

      Der einzige bemerkenswerte Punkt ist eben, dass ich auf Nettobasis rechne, weil es für mich der Regelfall ist, Gewinne von temporär überbewerteten Aktien (zumindest teilweise) bei einer passenden Gelegenheit mitzunehmen und diese bei einer anderen passenden Gelegenheit wieder aufzufüllen. (Das "Reingrätschen" hatte also einen Grund.)

      Mich interessiert keine theoretische Brutto-Rendite, weil ich weiß, dass es diese in unserem Depot nicht geben wird. Übrigens auch dann nicht, wenn ich ETFs statt Einzelaktien im Depot hätte - auch dann würde ich die aktuelle Marktbewertung nicht ignorieren und nicht auf dem Top im selben Tempo nachkaufen wie auf dem Jahrestief.
      Ich müsste allerdings auch dann immer noch Einzeltitel analysieren, und zwar viel mehr Aktien als bisher, weil ich dann ja den Gesamtmarkt bewerten müsste und nicht "nur" den von mir als "KGV-tauglich/robust" separierten Teil. Denn eine funktionierende einheitliche Methode zur Bewertung des so heterogenen Gesamtmarktes kann es nicht geben (sonst hätte diese Methode schon irgendjemand gefunden).

      Weil ich aber nicht weiß, wie lange es bis zur nächsten Gelegenheit dauert, "parke" ich die Liquidität in Anleihen. Es macht auch nichts, wenn deren Kurse seit dem Sommer 2016 leicht gefallen sein sollten, sofern die Kurse der damals abgegebenen Aktien deutlich stärker gefallen sind und die Kupons der Anleihen hoch genug waren, um leichte Kursrückgänge mindestens aufzufangen.

      Außerdem bin ich der Meinung, dass man sich in die Tasche lügt, wenn man seine Renditeberechnung aufgrund des aktuellen Depotwertes inklusive latenter Steuerlasten vornimmt. Irgendwann kommt der Moment, in dem man eine Position verkaufen muss - auch bei ETFs, beispielsweise dann, wenn der Emittent seine steuerlichen Eigenschaften ändert (ggf. durch eine Gesetzesänderung, die noch nicht mal in unserem Land stattfinden muss) und man auf ein alternatives Produkt umsteigen muss.
      Deshalb kontrolliere ich ständig die Höhe der aktuell mitgeschleppten unrealisierten Gewinne. Und nur weil ich aus Erfahrung weiß, dass diese latenten Steuerlasten im Depot nicht wachsen, kann ich mir die exakte Berechnung einer Rendite auf der Basis einer endgültigen Besteuerung jeder einzelnen Position (zu einem Steuersatz in der Zukunft, den ich noch nicht mal kennen kann!) ersparen, ohne irgendwann ein böses Erwachen zu erleben.

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    • Alexxx schrieb:

      Mir ist nicht ganz klar, wie man sich trotz der ganzen Untersuchungen, die es zu dem Thema gibt, wenig Demut bzw. wenige Zweifel hat.

      Der Hauptgrund, weshalb Privatanleger den Markt underperformen, ist, dass sie prozyklisch Hypes kaufen, weil sie den Markt als Ganzes nicht "sehen" und sich deshalb von Medien, "Experten" und anderem Gesocks "chancenreiche" Einzeltitel aufschwatzen lassen.
      Ich bin auch keineswegs der Meinung, dass man mit einer mechanischen Anwendung des Hamsterrad-Systems alleine schon den Markt outperformen könnte. Aber ich wäre froh, wenn er einem Teil seiner Anwender dabei helfen würde, das Ausmaß ihrer Underperformance gegenüber dem Markt deutlich zu reduzieren.

      Wer ETFs verwenden und damit jegliche Denkarbeit "outsourcen" will, hat dafür mein vollstes Verständnis. Ich werde niemandem davon abraten - vor allem nicht den vielen Leuten, die mit Zahlen generell auf Kriegsfuß stehen.
      Wer sich jedoch für Einzelaktien entschieden hat (aus welchem Grund auch immer!), sollte sich meiner Meinung nach bemühen, seine Entscheidung auf der Basis von Fakten zu treffen. Deshalb beschäftige ich mich mit Werkzeugen und Verfahren zur Darstellung von Fakten (zu denen auch meine Bildchen zählen) - und als Seiteneffekt fällt dabei ein Mechanismus ab, der die Differenz zwischen Fakten und Kursbewegungen als "Marktmeinung" identifiziert. Ob man sich dann der Marktmeinung anschließt oder zu ihr entgegengesetzt handelt, das ist eine Charakterfrage - und nicht abhängig davon, ob man Einzelaktien oder ETFs verwendet.
      Ich will niemandem irgendwelche konkreten Aktien empfehlen (deshalb gibt es kein "Musterdepot" von mir). Ich will darüber diskutieren, welche Aussagekraft bestimmte Kennzahlen für bestimmte Sorten von Aktien haben. Dazu muss man die unterschiedlichen Sorten von Aktien aber zunächst mal als solche erkennen und anschließend eine Definition aufstellen, welche eine entsprechende Abgrenzung darstellt.

      Das Hamsterrad-System ist ein Versuch (und zwar nicht von mir, wenngleich meine Denkweise in einen Teil des Bewertungssystems eingeflossen ist), den Wert bestimmter Kennzahlen zu einem Gesamturteil zu akkumulieren, also insbesondere Äpfel und Birnen zu addieren. Es ist ein Werkzeug und keine Vollkaskolösung.
      Wer mit einem Hammer eine Schraube in die Wand klopft, sollte sich selbst und vor allem seine Erwartungshaltung hinterfragen - und nicht dem Hammer die Schuld geben.

      Und ja, was ich tue (im Gegensatz zu Hamsterrad), das ist Markttiming. Aber genau dafür nutzt man ein Bewertungssystem! (Wenn ich nicht darauf reagieren will, ob Aktien "billig" oder "teuer" sind, dann brauche ich ihren Wert ja nicht zu berechnen.)
      Das ist zumindest besser, als eine Aktie allein schon deshalb für "billig" zu halten, bloß weil ihr Kurs aktuell um 10-20% gefallen ist, obwohl er zuvor um 50% überbewertet war.
      Ein Bewertungsystem liefert zusätzliche Informationen. Auswerten muss diese Informationen der Anleger immer noch selbst.

      Fast jedes Bewertungssystem (Hauptsache, es berechnet keinen kompletten Blödsinn auf der Basis von Sondereffekten verzerrter Gewinne, durch Manipulation der Ausschüttungsquote überproportional gesteigerter Dividendenwachstumsraten oder Eigenkapitalrenditen mit Division durch Null) kann dabei helfen, aktuelle Hypes als solche zu erkennen und insbesondere die ständig geäußerte falsche Behauptung, manche Aktien seien "immer teuer", zu widerlegen. Das bedeutet aber nicht, mechanisch irgendwelche Listen-Spitzenreiter zu kaufen, ohne dabei das Gehirn einzuschalten.
      Ein Bewertungssystem ersetzt keine Marktmeinung. Es kann aber dabei helfen, diese zu überprüfen.

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    • Bereinigung schrieb:

      Und in die Wertveränderung des Depots ebenfalls.
      Ja , stimmt .


      Bereinigung schrieb:

      Weil ich aber nicht weiß, wie lange es bis zur nächsten Gelegenheit dauert, "parke" ich die Liquidität in Anleihen. Es macht auch nichts, wenn deren Kurse seit dem Sommer 2016 leicht gefallen sein sollten, sofern die Kurse der damals abgegebenen Aktien deutlich stärker gefallen sind und die Kupons der Anleihen hoch genug waren, um leichte Kursrückgänge mindestens aufzufangen.

      Ich bin mir nicht sicher , ob du so handeln würdest , wenn es dein privates Depot wäre , vor deinem Hintergrund verstehe ich dein Handeln und noch einmal , danke für deine Gedankengänge , man lernt doch immer dazu .