Aktualisierung Hamsterrad

  • Aktualisierung Hamsterrad

    Servus Leute,

    durch das Wertpapierforum bin ich auf das Aktenbewertungssystem Hamsterrad aufmerksam geworden. Da ich in Excel ein Anfänger bin, stoße ich bereits bei der Aktualisierung, also beim Einfügen neuer Kursdaten an ein Problem.

    Ich habe bei der DAB-Bank ein Musterdepot mit den Werten aus dem Hamsterrad erstellt. Diese exportiere ich nach Excel und sortiere diese mit der Funktion (Sort by ISIN) in die richtige Reihenfolge. Danach kopiere ich die neuen Kurswerte in die Spalte "Jahr + 0" auf dem Tabellenblatt "Schlusskurse". Wenn ich dann zum Tabellenblatt Bewerung wechsel "Refresh All" mache und die Unternehmen nach "Gesamtbewertung" von oben nach unten sortiere tauchen immer die selben Unternehmen oben auf. Deshalb habe ich mich heute auch bei deinem Update gewundert, da bei mir andere Werte favorisiert werden.

    Ich bin mir sicher dass es sich nur um einen marinalen Fehler meinerseits handelt, würde für eine kleine Hilfestellung aber äußerst dankbar.
    Zum Besseren Verständnis hänge ich noch ein paar screenshots an.

    Liebe Grüße und Vielen Dank.
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  • ChristophHase schrieb:

    Servus Leute,

    Danach kopiere ich die neuen Kurswerte in die Spalte "Jahr + 0" auf dem Tabellenblatt "Schlusskurse".
    Das ist aber nicht die Spalte mit den aktuellen Kursen (denn die heißt auch explizit so).

    Das, was Du da überschreibst, sind die Kurse vom Bilanzjahresende 2016 bei allen Unternehmen - und die sind
    • zum Teil identisch mit dem aktuellen Kurs (nämlich genau dann, wenn dieses Bilanzjahr noch läuft wie bei Coca-Cola, denn dann wissen wir den tatsächlichen Wert zu einem in der Zukunft liegenden Datum noch nicht) und
    • zum Teil nicht (nämlich genau dann, wenn dieses Bilanzjahr bereits beendet ist wie bei Procter&Gamble).


    ---

    Wenn Du so eine CSV-Datei hast, dann kannst Du diese übrigens auch dauerhaft in das Hamsterrad-Sheet einbinden und in der Spalte "aktuell" auf dem "Kurse"-Blatt die konstanten Werte durch SVERWEIS()-Aufrufe ersetzen, die aus diesem importierten Datenblatt über die ISIN den passenden Wert heraussuchen.
    • Nachteil für Dich: Wenn Du jeden Monat auf die neueste Version des Sheets umsteigst (um die Datenwartung "mitzunehmen"), dann musst Du diesen Kurse-Einbau jeden Monat wiederholen.
    • Vorteil für Dich: Wenn Du diesen Einbau erledigt hast, dann kannst Du durch den Download einer aktuellen CSV-Datei die Bewertungen nahezu ohne Aufwand auf den aktuellen Stand bringen - und das kann an bestimmten Tagen (Brexit!) durchaus hilfreich sein.
  • Guten Morgen,

    Vielen Dank für deine Hilfe Bereinigung, ich werde die Daten mit Sverweis einzufügen.

    Ich habe jetzt jedoch meinen Fehler gefunden. Ich habe die Watchlist bei DAB jeweils bei meiner Heimatbörse Xetra angelegt. Die wird jedoch in Euro notiert. Ich sehe gerade beim Hamsterrad, dass bei Heimatbörse jedoch die Währungen des Landes gelten, aus dem die Aktie kommt (also auch USD oder DKK).


    Kann man in Excel die Spalte Heimatbörse so umstellen, dass ich weiterhin alle Kurse in Euro eingeben kann? Ich tue mich einfach leichter wenn alles in der selben Währung gerechnet wird.

    Ich versuche es mal mit einer Wenn Funktion, indem ich in der Spalte Bilanz abfrage welche Währung es ist. Wenn EURO bleibt der Wert gleich. Wenn USD multipliziert mit dem Umrechnungskurs. Jeweils für jede Währung. Dann hätte man den Vorteil, dass man nur noch die Watchlist runterladen muss und die Werte in die Spalte aktuell einfügen muss. Die Währungen würden dann automatisch berechnet.

    Warscheinlich macht ihr das längst alle so, aber bei mir dauert es eben ein bischen länger :P

    Vielen Dank, Liebe Grüße

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ChristophHase ()

  • ChristophHase schrieb:

    Kann man in Excel die Spalte Heimatbörse so umstellen, dass ich weiterhin alle Kurse in Euro eingeben kann? Ich tue mich einfach leichter wenn alles in der selben Währung gerechnet wird.
    Ich versuche es mal mit einer Wenn Funktion, indem ich in der Spalte Bilanz abfrage welche Währung es ist. Wenn EURO bleibt der Wert gleich. Wenn USD multipliziert mit dem Umrechnungskurs. Jeweils für jede Währung. Dann hätte man den Vorteil, dass man nur noch die Watchlist runterladen muss und die Werte in die Spalte aktuell einfügen muss. Die Währungen würden dann automatisch berechnet.
    Ich kann Dir nicht dazu raten, so vorzugehen.

    Ein Musterdepot mit allen Kursen in der jeweiligen Bilanzierungswährung ist für diesen Anwendungsfall die einfachste Lösung (sogar einfacher als das, was Hamsterrad selbst tut, denn der muss für AnheuserBusch, Novartis, SABMiller und Syngenta eine Währungsumrechnung vornehmen, statt beispielsweise für Novartis und Syngenta direkt die Kurse der jeweiligen ADRs in Dollar zu verwenden).

    Aber grundsätzlich gibt es auf dem "Schlusskurse"-Blatt die Spalte "V" mit dem Namen "aktuell", in der Du für jede Aktie den aktuellen Währungskurs eintragen könntest.
    Falls Du die dafür erforderlichen Währungskurse irgendwo in diesem Spreadsheet zentral erfasst hättest (beispielsweise auf dem "Schlusskurse"-Blatt in den Zellen "D1" bis "D3"), könntest Du Dir in der Spalte "V" sogar eine WENN()-Konstruktion basteln, die den passenden Umrechnungsfaktor aus dieser kleinen Tabelle auswählen würde.

    Eine solche Änderung müsstest Du allerdings in jedes neu heruntergeladene Hamsterrad-Sheet immer wieder neu einbauen.
  • Servus, ich habe eine Liste mit den aktuellen Kursen, und eine Tabelle mit den aktuellen Umrechnungskursen erstellt. Diese werden nun multipliziert in die Spalte "aktuelle Kurse" eingerechnet. Dauert ca. 5 Minuten zum einpflegen. Du hast recht, dass ich bei neueren Versionen das immer wieder neu einfügen müsste, was aber maximal eine Arbeitszeit von 15 Minuten bedeutet. Ich lasse es jetzt erst mal so und schaue wie es funktioniert.


    Ich hätte noch eine Frage hinsichtlich der Aktienauswahl, Sortierung:

    Ich verfolge eine langristige (buy and hold für immer) Strategie auf Basis von DIvidendenaktien. Da ich sehr langfristig plane, versuche ich als "kleines Sahnehäubchen" Dividendentitel möglichst günstig einzukaufen. Hierbei nehme ich eine Sortierung nach KGV Abweichung aufsteigend vor. Zusätzlich sortiere ich nach Dividendenrendite absteigenden.

    Im Moment kommen bei mir nur ein paar Werte mit negativem KGV (Unterbewertung) raus. Sanofi -> fällt für mich als französische Aktie raus, Stichwort Quellensteuer. Bayer aktuell mit -6% bewertert sehe ich kurz vor Bekanntgabe der Übernahmegespräche mit Monsanto auch eher kritisch und möchte diese Position erst aufstocken wenn Klarheit herrscht. Dann bringt er mir noch die Verizon Communications die ich schon länger auf der Watchlist habe mit einer KGV Abweichung von -6,9% und einer Dividendenrendite Mittel von 4,7% bei einer Gesamtbewertung von 202 (im grünen Bereich). Liest sich auf Grund der Zahlen für mich erst einmal sehr gut. Zumal Verizon der 2. größte Telekommunikationsanbieter der USA ist und ich bei AT&T auch noch nicht investiert bin.

    Sollte ich noch weitere Sortierungen vornehmen? Ich meine gelsen zu haben, dass das Hamsterrad grundsätzlich auch diese Strategie von Dividenden und auf jedenfall von langfristigem Buy and Hold hinsichtlich der Bewertungskriterien verfolgt.
  • ChristophHase schrieb:

    Ich verfolge eine langristige (buy and hold für immer) Strategie auf Basis von DIvidendenaktien. Da ich sehr langfristig plane, versuche ich als "kleines Sahnehäubchen" Dividendentitel möglichst günstig einzukaufen. Hierbei nehme ich eine Sortierung nach KGV Abweichung aufsteigend vor. Zusätzlich sortiere ich nach Dividendenrendite absteigenden.
    Wenn ich das richtig verstehe, möchtest Du also die Hamsterrad-Daten selektiv für deine Zwecke verwenden (in dem Falle nur KGV als Sortierungskriterium 1 und Dividendenrendite als Sortierungskriterium 2)?

    Damit erhältst Du die Aktien, die nach KGV am "günstigsten" bewertet sind und gleichzeitig die höchste Dividendenrendite abwerfen. Das kann man zwar so machen, entspricht aber nicht der eigentlichen Idee, die hinter dem Bewertungssystem steckt. Hier sollen ja alle als relevant erachteten (und im Sheet erfassten) Kennzahlen bewertet werden und am Ende entscheidet die Gesamtpunktzahl aller bewerteten Kennzahlen über die "Qualität" (im Sinne von: Kaufentscheidung ja oder nein) der Aktie. Du müsstest also "richtigerweise" die Spalte D absteigend sortieren, um die "besten" Aktien angezeigt zu bekommen.

    Wenn Du nur die beiden von dir genannten Aspekte bewerten möchtest, kannst Du das dadurch erreichen, indem du alle anderen Kennzahlen in den "Stammdaten" mit 0 Punkten gewichtest und die Punkte bei KGV/KBV und Dividendenrendite entsprechend erhöhst. Das halte ich allerdings nicht für sinnvoll.

    Ich persönlich würde Dir auch von einer zu starken Fokussierung auf die Dividendenrendite abraten, denn was ist eine Aktie mit hoher Dividendenrendite wert, wenn die Dividende (und im schlimmsten Fall: das Unternehmen), die dahintersteckt nicht stabil ist? Dividenden müssen letztlich aus den Gewinnen (bzw. genauer: aus dem Cashflow) des Unternehmens gezahlt werden. Zudem preist der Markt hier ja offenbar irgendetwas ein, denn eine hohe Rendite impliziert normalerweise auch ein höheres Risiko. Damit triffst du also die bewusste Entscheidung, dass Du zur Übernahme desselben bereit bist.

    Ich meine mich zudem erinnern zu können, dass die Fokussierung auf die höchste Dividendenrendite in der Vergangenheit in Studien im Vergleich zu alternativen Selektionsmethoden nicht überzeugen konnte. Wo ich das gelesen habe, fällt mir allerdings leider momentan nicht mehr ein...

    ChristophHase schrieb:

    Im Moment kommen bei mir nur ein paar Werte mit negativem KGV (Unterbewertung) raus. Sanofi -> fällt für mich als französische Aktie raus, Stichwort Quellensteuer.
    Wenn Sanofi nach Steuern immer noch eine gute Performance (bzw. eine bessere als die Alternativen) aufweist, dann würde mich die Steuer allein nicht von einem Kauf abhalten. Die Steuer fällt ja zudem nur auf die Dividenden an, das Gewinnwachstum (was sich u.a. in Kursgewinnen widerspiegeln sollte) hingegen ist davon ja nicht betroffen.
  • Mit den Kursgewinnen von Sanofi hast du sicherlich recht. Ich vertrete aber die Meinung, dass man bei einer Vielzahl (gut im Moment muss man doch nach guten Möglichkeiten suchen) von möglichen Investments sich nicht unbedingt französische Firmen und damit auch Quellensteuererstattungen etc. ins Boot holen muss. Das ist wie gesagt nur meine persönliche Meinung, es steht natürlich jedem frei sich bei aussichtsreichen Firmen zu beteiligen. Auch wenn ich mich gerne mit Aktien beschäftige und weiter lernen möchte, ist für mich das Thema Quellensteuer eher ein leidiges Übel, weshalb ich lieber in Ländern investiere wo man dies umgehen oder sehr einfach zurückfordern kann.

    Natürlich konzentriere ich mir nicht nur auf Dividende und KGV. Zudem finde ich eine stetige Dividendenzahlung und Dividendenerhöhung ein Qualitätsmerkmal eines Unternehmens, jedenfalls wenn die Dividende nicht aus der Substanz kommt. Verizon weist ja z.B. eine Gesamtwertung von 202 Punkten auf, was so schlecht nicht ist. Praktikabel ist auch die Filtereinstellung auf größer als 180 bei der Bewertung. Somit kann man viele Unternehmen mit einer negativen Gesamtbewertung sofot ausschließen.

    Ob speziell Dividendenaktien langfristig die bessere Performance gegenüber Wachstumsaktien haben, kann und will ich nicht pauschal beurteilen. Jedoch entstehen gerade durch Dividenden ein Cashflow der im laufe der Jahre stetig wächst (Div.Erhöhungen) und bei Reinvestition doch einen deutlichen Unterschied ausmachen. Stichwort: Zinseszins

    Ich habe mich eigentlich gedanklich und nach Einsicht der Kennzahlen schon für viele Unternehmen entschieden bei denen ich investieren bzw. aufstocken möchte. Für mich dient das Hamsterrad dazu möglichst gute Einstiegspunkte zu wählen und somit ein Kaufen bei Überbewertung möglichst zu vermeiden.

    Liebe Grüße
    Christoph

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  • ChristophHase schrieb:

    Auch wenn ich mich gerne mit Aktien beschäftige und weiter lernen möchte, ist für mich das Thema Quellensteuer eher ein leidiges Übel, weshalb ich lieber in Ländern investiere wo man dies umgehen oder sehr einfach zurückfordern kann.
    Niemand verlangt von Dir, die französische Quellensteuer zurückzufordern. Der Stundenlohn für die von Dir zu leistende Arbeit für die Rückforderung könnte zu hoch sein, bzw. im Falle Frankreichs gibt es erst ab sehr hohen Positionsgrößen überhaupt etwas zurückzufordern, was die dabei anfallenden Sockelgebühren übersteigt.

    Schreibe sie einfach als uneinbringlich ab, d. h. multipliziere die Dividendenrendite aller französischen Aktien mit einem Faktor von (1 - 0,25 - 0,10 * 1,055) / (1 - 0,15 - 0,10 * 1,055). Das ist "Deine Realität" ohne Rückforderung.

    Und dann kaufe diejenige Aktie, die in Deiner Realität die beste ist. Egal, aus welchem Land.

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  • ChristophHase schrieb:

    Ob speziell Dividendenaktien langfristig die bessere Performance gegenüber Wachstumsaktien haben, kann und will ich nicht pauschal beurteilen. Jedoch entstehen gerade durch Dividenden ein Cashflow der im laufe der Jahre stetig wächst (Div.Erhöhungen) und bei Reinvestition doch einen deutlichen Unterschied ausmachen. Stichwort: Zinseszins
    Doch, genau das willst Du, indem Du Dich für Dividendenaktien entscheidest.

    Gerade der Zinseszinseffekt spricht gegen die Ausschüttung von Dividenden, weil das davon betroffene Kapital ja von Dir sofort versteuert und anschließend unter Aufwendung von Transaktionsgebühren der danach noch verbleibende Rest wieder neu investiert werden muss, während ohne Ausschüttung das komplette Kapital innerhalb des Unternehmens hätte weiter wachsen können.
    Stell Dir einfach vor, Du würdest jede ausgeschüttete Dividende exakt wieder in Aktien des betreffenden Unternehmens reinvestieren, dann wird Dir klar, was Dir dabei verloren gegangen ist. Die Stückzahl Deiner Aktien wird dabei zwar größer, aber dafür steigt der Wert pro Aktie nicht um den ausgeschütteten Betrag - das ist also quasi ein Aktiensplit mit sehr hohen anfallenden Sondergebühren.
    Von einer Dividendenausschüttung profitieren das Finanzamt, die Depotbank und die Börse - und Du musst all dies aus Deiner Substanz bezahlen.

    Und der höhere Cashflow ist ein Scheinargument. Solange Du Vermögen ansparst, willst Du gar keinen Cashflow (aus dem gerade angegebenen Grund), und solltest Du irgendwann einen Cashflow haben wollen, könntest Du immer noch auf stetige Ausschüttungen (auch in Form von Anleihen!) umsteigen.
    In der Realität wirst Du dies aber gar nicht tun müssen, weil es ganz von selbst geschieht.

    Unternehmen mit einem stark wachsenden Geschäft wären schlecht beraten, wenn sie Kapital aus diesem Geschäftsmodell abziehen würden, nur um die cashflow-versessenen Aktionäre zufrieden zu stellen, und sich gleichzeitig weiteres Kapital zu leihen (und dafür Zinsen aus der Substanz ihrer Aktionäre zu zahlen!), um ihr Wachstum fortzusetzen (egal ob durch organisches Wachstum oder durch die Übernahme anderer Unternehmen).
    Irgendwann flacht dieses Wachstum jedoch ab (Marktsättigung bzw. Erreichen einer Größe, bei welcher die Regulierungsbehörden keine weiteren signifikanten Übernahmen erlauben werden), und dann werden die Unternehmen keine Verwendung mehr für ihre Gewinne haben und diese ausschütten müssen.
    Ein Ewigkeitsdepot entwickelt sich also automatisch zu einem Dividendendepot, wenn man nur lange genug wartet. Eine deutliche Erhöhung der Ausschüttungsquote ist hierbei das ultimative Signal der Geschäftsleitung, dass ihr Geschäftsmodell an seine Grenzen gestoßen ist und man mit den erzielten Gewinnen nichts Sinnvolles mehr anfangen kann (noch nicht mal eigene Aktien zurückkaufen, weil diese dafür offensichtlich zu teuer sein müssen, ansonsten würde man nämlich genau dies tun, weil man dadurch den Gewinn pro Aktie weiter steigern könnte und Kursgewinne nach amerikanischem Steuerrecht niedriger besteuert werden als Dividenden).

    Die regelmäßige Ausschüttung einer Dividende (also genau das, was Du als Cashflow haben willst) ist strategisch betrachtet die schlechteste aller Verwendungsmöglichkeiten dieses Kapitals für den Eigentümer eines Unternehmens. Aber genau dies bist Du als Aktionär! Also verhalte Dich auch wie ein Eigentümer und nicht wie ein Zinsempfänger.
    Das mag gerade in Deutschland für Anleger, die ihre Altersversorgung seit Urzeiten über Anleihen (ggf. auch im Gewand einer Lebensversicherung) bestritten haben, ungewohnt sein, denn der Unterschied zwischen beiden Denkweisen ist eklatant: Dem Zinsempfänger ist egal, ob die Zinsen aus der Substanz des Unternehmens gezahlt werden oder nicht, der will lediglich sein vertraglich zugesagtes Geld bekommen und "nach mir die Sintflut".
    Genau so darf ein Eigentümer aber nicht denken, denn der bleibt auch nach der Dividendenausschüttung weiterhin Eigentümer - die Aktien seines Ewigkeitsdepots haben kein Endfälligkeitsdatum mit einer garantierten Rückzahlung des Nennwertes.

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  • Bereinigung schrieb:

    ChristophHase schrieb:

    Kann man in Excel die Spalte Heimatbörse so umstellen, dass ich weiterhin alle Kurse in Euro eingeben kann? Ich tue mich einfach leichter wenn alles in der selben Währung gerechnet wird.
    Ich versuche es mal mit einer Wenn Funktion, indem ich in der Spalte Bilanz abfrage welche Währung es ist. Wenn EURO bleibt der Wert gleich. Wenn USD multipliziert mit dem Umrechnungskurs. Jeweils für jede Währung. Dann hätte man den Vorteil, dass man nur noch die Watchlist runterladen muss und die Werte in die Spalte aktuell einfügen muss. Die Währungen würden dann automatisch berechnet.
    Ich kann Dir nicht dazu raten, so vorzugehen.
    Ein Musterdepot mit allen Kursen in der jeweiligen Bilanzierungswährung ist für diesen Anwendungsfall die einfachste Lösung (sogar einfacher als das, was Hamsterrad selbst tut, denn der muss für AnheuserBusch, Novartis, SABMiller und Syngenta eine Währungsumrechnung vornehmen, statt beispielsweise für Novartis und Syngenta direkt die Kurse der jeweiligen ADRs in Dollar zu verwenden).

    Aber grundsätzlich gibt es auf dem "Schlusskurse"-Blatt die Spalte "V" mit dem Namen "aktuell", in der Du für jede Aktie den aktuellen Währungskurs eintragen könntest.
    Falls Du die dafür erforderlichen Währungskurse irgendwo in diesem Spreadsheet zentral erfasst hättest (beispielsweise auf dem "Schlusskurse"-Blatt in den Zellen "D1" bis "D3"), könntest Du Dir in der Spalte "V" sogar eine WENN()-Konstruktion basteln, die den passenden Umrechnungsfaktor aus dieser kleinen Tabelle auswählen würde.

    Eine solche Änderung müsstest Du allerdings in jedes neu heruntergeladene Hamsterrad-Sheet immer wieder neu einbauen.
    Habe mich nun endlich an dieses Problem gewagt, allerdings unter OpenOffice, da ich bisher nur MS-Office2003 habe.
    Ich würde es begrüssen, wenn die Kommentare hinsichtlich Vorgehen bei "eigenen" Nutzungs-Implementierungen nicht
    so sparsam ausfallen würden.
    Mein Vorgehen bezüglich Einpflege aktueller Kurse sieht so aus:
    1.Anlegen eines Musterdepots bei maxblue mit jeweiliger Heimatbörse/Währung und CSV-Download
    2.Einfügen eines zusätzlichen Tabellenblattes in das Hamsterrad-Spreadsheet für Kurssuche nach ISIN und nicht nach
    ---nicht festlegbaren----Unternehmensnamen.
    3.Anlegen dieses Tabellenblattes über Direktzugriff mittels Externbezug auf CSV_Download-Datei.
    4.Einpflegen der aktuellen Kurse in Spalte V(aktuelle Kurse) mittels Suche durch Sverweis über ISIN in dem neu
    angelegten Tabellenblatt.

    Schwierigkeiten habe ich mit der Interpretation der Spalte "Jahr+0". Was für Kurse sind dies?
    Eine andere Schwierigkeit stellt für mich noch gegenwärtig das Sortieren des Tabellenblattes "Bewertung" nach der
    Punktzahl in OpenOffice dar. Ich bin noch nicht dahinter gekommen, wie dies geht; wer kann dies erklären?

    Ein anderes Thema wäre die Komposition von neuen Versionen von Hamsterrad mit eigenen add-on´s.
    Gibt es hierzu Empfehlungen?
  • efuzzy schrieb:

    Schwierigkeiten habe ich mit der Interpretation der Spalte "Jahr+0". Was für Kurse sind dies?
    Das sind die Kurse vom Ende des Bilanzjahres, das innerhalb des aktuellen Kalenderjahres 2016 endet (also des "Bilanzjahres 2016", das bei manchen Unternehmen von Februar 2015 bis Januar 2016 dauerte, insbesondere bei Wal-Mart).

    Bei denjenigen Unternehmen, deren Bilanzjahr 2016 noch läuft (49 von 65 Unternehmen), ist dieser Kurs bisher nicht bekannt; deshalb wird dort der aktuelle Aktienkurs eingesetzt (mit gelber Hintergrundfarbe).
    Bei denjenigen Unternehmen, deren Bilanzjahr 2016 bereits beendet ist (16 von 65 Unternehmen), sind die Schlusskurse des abgelaufenen Bilanzjahres dauerhaft eingetragen (mit grauer Hintergrundfarbe, um anzuzeigen, dass sich an diesen Werten nichts mehr ändern wird).
    Vergleiche in den Zeilen der grau hinterlegten "Jahr+0"-Kurse die Monatsangabe in Spalte "D", dann wirst Du den Zusammenhang erkennen.

    In meinem Hamster-Klon habe ich die Kurseinbindung so vorgenommen, dass beim "Aktuell"-Kurs jeweils ein SVERWEIS()-Aufruf eingetragen ist, der innerhalb des importierten Kurse-Blatts nach der Aktienkennung aus Spalte "B" des "Schlusskurse"-Blatts sucht.
    In der Spalte "Jahr+0" steht bei den Feldern mit gelbem Hintergrund ein simpler Zellverweis auf die links daneben stehende Zelle. Ich muss also nur die Spalte "Aktuell" mit aktuellen Kursen versorgen.

    efuzzy schrieb:

    Eine andere Schwierigkeit stellt für mich noch gegenwärtig das Sortieren des Tabellenblattes "Bewertung" nach der Punktzahl in OpenOffice dar. Ich bin noch nicht dahinter gekommen, wie dies geht; wer kann dies erklären?
    Dasselbe Problem hatte ich auch, als ich mit meinem "Hamster-Klon" begonnen habe.

    Hamsterrad hat im Original-Sheet irgendwelche Filterdefinitionen eingetragen, die anscheinend dafür sorgen, dass über jeder Spalte ein Dropdown-Menü erscheint, mit dem man entsprechende Filter- bzw. Sortieraktionen durchführen kann.

    Die Implementierung dieser Filter scheint im Spreadsheet bestimmte Bereichsdefinitionen anzulegen. Diese Bereichsdefinitionen sind nach der Konvertierung des Spreadsheets von Excel nach OpenOffice noch zu erkennen: Klick mal den Menü-Eintrag "Filter" / "Bereiche definieren" in OpenOffice an, dann siehst Du sie.
    Leider sind diese Definitionen aber anscheinend nicht so in der ".ods"-Version des Spreadsheets angekommen, wie sie in Excel geplant waren. Ich weiß nicht, wie das in Excel intern funktioniert, aber in OpenOffice kann ein Bereich diverse Eigenschaften besitzen - und eine dieser Eigenschaften ist, ob die oberste Zeile des Bereichs eine Überschrift ist und deshalb beim Sortieren nicht mit sortiert werden darf. Diese Eigenschaft ist zumindest nach Konvertierung nicht im OpenOffice-Dokument angekommen.

    Also habe ich diese vordefinierten Bereiche mit der gerade erwähnten Menü-Option alle einzeln gelöscht und innerhalb von OpenOfice für jedes Blatt, das ich sortieren können will, jeweils einen neuen Bereich angelegt. Danach funktioniert das Sortieren des jeweiligen Blatts problemlos.
    Wenn man erkennen könnte, welcher der vordefinierten Bereiche zu welchem Blatt des Spreadsheets gehört, dann könnte man vermutlich direkt in der bereits vorhandenen Bereichsdefinition das entsprechende Häkchen setzen. Leider haben die aus Excel konvertierten Bereichsdefinitionen aber keine lesbaren Klartextnamen, sondern Namen wie _xlnm._FilterDatabase_6, die anscheinend von Excel automatisch generiert wurden - und ich hatte keine Lust, durch wildes Probieren herauszufinden, welcher dieser Bereich zu welchem Blatt gehört, weil Löschen und Neuanlegen schneller ging.

    Man könnte auch in OpenOffice wieder neue Filter-Definitionen für jedes Blatt erstellen - das Spreadsheet-Programm unterstützt so etwas.
    Ich habe allerdings keinen Bedarf nach Filteroperationen - Sortieren reicht mir, und dies geht auch ohne Filter-Definition, solange OpenOffice erkennen kann, welche Zeilen sortiert werden sollen und welche nicht.

    efuzzy schrieb:

    Ein anderes Thema wäre die Komposition von neuen Versionen von Hamsterrad mit eigenen add-on´s.
    Gibt es hierzu Empfehlungen?

    Zusätzliche Titel eintragen dürfte den größten Grenznutzen für den Besitzer des Sheets haben und zudem die geringsten technischen Kenntnisse erfordern.

    Durch eine Änderung der Bewertungslogik lassen sich vielleicht Änderungen von im Schnitt 10-20 Hamsterrad-Punkten pro Aktie erreichen, die der eigenen Denkweise näher kommen würden als die bisherige Bewertung. Bei meinem Hamster-Klon, der umfangreiche Änderungen bei den Stammdatentabellen und eine Abschaltung des "Zukunft-Mittelns" enthält, liegt die betragsmäßige Differenz zwischen "kompatiblen" und "modifizierten" Bewertungen bei durchschnittlich 13,2 Hamsterrad-Punkten pro Aktie.
    Dies ist aber wenig im Vergleich mit der Differenz zwischen "aktuell guten" und "aktuell schlechten" Aktien, denn dabei reden wir von 50-100 Hamsterrad-Punkten Unterschied.

    Jede 180-Punkte-Aktie, die man findet und einträgt, ist eine Erweiterung des eigenen Tellerrands - und dies umso mehr, wenn die zusätzliche Aktie eine Branche abdeckt, die im bisherigen Titelumfang noch nicht enthalten war.
    Nach dem aktuellen Stand des Hamsterrad-Sheets steht Hershey mit 173 Punkten auf Position 17 der Liste (und ist nicht mehr weit davon entfernt, ein Kauf-Kandidat zu werden, da ein großer Teil der besser platzierten Aktien bereits das maximale Depotgewicht erreicht hat); in meinem Hamster-Klon steht Hershey mit 178 Punkten auf Position 84 - denn für Position 17 muss mir eine Aktie schon 217,5 Hamsterrad-Punkte bieten.

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  • Hallo an alle, welche die programmtechnischen Internas des Hamsterrad-Spreadsheets kennen.

    Ich habe mich endlich an eine eigene Implementierung gemacht, auf Basis Google-Spreadsheets, u.a., da hier die Möglichkeit einer Integration der akuellen Kursaktualisierung gegeben ist.
    Vor einer Weiterentwicklung und Erweiterung sehe ich ---mit meinen geringen Wissen über die Hamsterrad-Sheet Internas --- Hürden in der Struktur bei der Erweiterung der Tabellen um weitere Aktien und der jährlichen Aufnahme neuer Jahresdaten.

    Tabellenerweiterung:

    Bei der Referenzierung finde ich keinen Index der Tabellen- oder Listengröße, der an einer Stelle aktualisiert die Veränderungen in der Adressierung des Suchbereiches wiedergibt.
    Geschieht die Anpassung beim Hinzufügen neuer Zeilen in den betreffenden Formeln automatisch oder müssen diese "händisch" angepasst
    werden?

    Jährliche Erweiterung:

    Die Jahres-orientierte Tabellen sind derart nummeriert, dass die ältesten Einträge rechts stehhen, wo Spalterweiterungen ohne Veränderung der bisherigen Adressierung möglich wäre.
    Wie macht man die Erweiterungen, ohne die bisherige Adressierung ändern zu müssen? Sverweis verlangt Adressierung des Suchbereiches(Tabellengröße) und die exakte Angabe der Spalte, die als Suchergebnis ausgewertet wird.
  • Ich kann nicht wirklich helfen, da ich selbst nicht mit dem Excel-Sheet arbeite.

    Soweit ich weiß, hat Hamsterrad keine jährliche Erweiterung vorgesehen, sondern immer das älteste Jahr herausfallen lassen (was ich selbst nicht unbedingt empfehlen würde). Insofern musste er nur die Daten eine Spalte nach rechts kopieren, die Struktur und Formeln blieben gleich.