Berechnung "faires" KGV

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  • Spannend. Aber wie kommst du auf ein "faires" KGV von 16,5? Ich komme auf einen Median von 17,8; Hamsterrad hatte Mitte Mai 17,4 berechnet. Mit "meinem" KGV errechne ich 143,5 Hamsterrad-Punkte.

    Du hattest ja in diesem Beitrag angedeuet, dass du den Median nicht immer geeignet findest, um auf ein "faires" KGV zu kommen. Jetzt hat Unilever zwar kein kontrahierendes Gewinnwachstum, aber vielleicht liegt es trotzdem an deiner Berechnungmethode? Wie kann man besser rechnen?

    Unilever Rohdaten 2016-06-04

  • Unilever NV (ab 2004): Median 16.73, GeoMean 16,97
    Unilever plc (ab 2004): Median 16.45, GeoMean 16,71
    Durchschnitt dieser vier Werte: 16,715; das lag knapp näher an 16,5 als an 17,0.

    Du berechnest ein KGV+0d (aus dem Jahresschlusskurs und dem EPS), ich berechne ein KGV+365d (aus dem Jahresanfangskurs und dem EPS). Hamsterrad verwendet den Schlusskurs des vorherigen Jahres, also ebenfalls den Jahresanfangskurs.
    Da Unilever wächst, sind die Rückwärts-KGVs höher als die Vorwärts-KGVs.

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  • Ich berechne das KGV genauso wie Hamsterrad, habs gerade nochmal geprüft, also forward. Mein Kurs für die Schätzwerte war 40,39 €.

    Ich glaube die unterschiedlichen Werte kommen zum einen daher, dass du dass du zusätzlich Unilever plc einbeziehst. Andererseits komme ich egal wie ich rechne nur auf die von dir genannten Werte für Unilever NV wenn ich die geschätzten KGV-Werte für 2016-2018 NICHT mit in die Berechnung von Median und GeoMean mit aufnehme. Ich nehme an, du verzichtest darauf, anders als Hamsterrad. Aber ich hab keine Ahnung, warum... Zusätzlich, warum bildest du einen Mittelwert mit GeoMean?
  • Peter888 schrieb:

    Andererseits komme ich egal wie ich rechne nur auf die von dir genannten Werte für Unilever NV wenn ich die geschätzten KGV-Werte für 2016-2018 NICHT mit in die Berechnung von Median und GeoMean mit aufnehme. Ich nehme an, du verzichtest darauf, anders als Hamsterrad. Aber ich hab keine Ahnung, warum...
    Weil 2017e und 2018e keine KGV+360d sind (sondern momentan ungefähr ein KGV+540d und ein KGV+900d).

    Ich kenne ja den Kurs der Aktie zu Beginn der Kalenderjahre 2017 und 2018 noch gar nicht - der kann höher liegen als der "faire" Kurs von heute (und wird dies auch tun, wenn das Unternehmen seine Gewinne weiter steigern kann).
    Die Einbeziehung der Zukunft in den Mittelwert würde diesen Mittelwert bei Unternehmen mit wachsenden Gewinnen nach unten verfälschen - und je stärker das Gewinnwachstum, desto stärker diese Verfälschung.
    Das Unternehmen würde also für hohes Gewinnwachstum bestraft und für sinkende Gewinne sogar belohnt (Wal-Mart ist das perfekte Beispiel dafür).

    2016e darf ich deshalb nicht in den Mittelwert mit einbeziehen, weil dann der Wert für 2016e selbst der Mittelwert sein könnte. (Das ist eine der lästigen Eigenschaften des Median.)
    Wenn der Kurs in einem solchen Fall steigt bzw. fällt, dann wäre die Aktie immer "fair bewertet", weil KGV2016e geteilt durch KGV2016e immer gleich 1 wäre.
    Ich darf aber doch nicht annehmen, dass die Aktie mehr wert ist, weil ihr Kurs gestiegen ist.

    Ich habe (aus Gründen der Punktzahlen-Kompatibilität) in meinem "Hamster-Klon" einen Schalter namens ZUKUNFT_MITTELN, mit dem ich die Einbeziehung der Jahre 2016-2018 in sämtliche Mittelwerte ein- bzw. ausschalten kann.

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  • Peter888 schrieb:

    Zusätzlich, warum bildest du einen Mittelwert mit GeoMean?
    Weil der Median bei bestimmten Verteilungen der KGV-Werte seine Macken hat.

    Nimmt Dir als Beispiel die KGV-Werte: 20 - 20 - 20 - 20 - 20 - 20 - 15 - 10 - 10 - 10.
    Der Median davon wäre 20, was offensichtlich nicht unserer Vorstellung von einem "Mittelwert" entspricht.

    (Tatsächlich bergen diese Daten ein weitaus grundsätzlicheres Problem, das ich durch die Definition einer "Tauglichkeitsfunktion" für KGV-Daten bekämpfe - das ist aber eine andere Geschichte.)

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  • Berechnung "faires" KGV

    Wir haben im Unilever-Thread diskutiert, wie man am besten ein "faires" KGV berechnet. Bereinigung ist der Ansicht, dass die jetzige Hamsterrad-Formel Schwächen aufweisst.
    Ich mache dafür mal einen neuen Thread auf, da sich die Frage nicht auf Unilever bezieht.

    Bereinigung schrieb:

    Peter888 schrieb:

    Andererseits komme ich egal wie ich rechne nur auf die von dir genannten Werte für Unilever NV wenn ich die geschätzten KGV-Werte für 2016-2018 NICHT mit in die Berechnung von Median und GeoMean mit aufnehme. Ich nehme an, du verzichtest darauf, anders als Hamsterrad. Aber ich hab keine Ahnung, warum...
    Weil 2017e und 2018e keine KGV+360d sind (sondern momentan ungefähr ein KGV+540d und ein KGV+900d).
    Ich kenne ja den Kurs der Aktie zu Beginn der Kalenderjahre 2017 und 2018 noch gar nicht - der kann höher liegen als der "faire" Kurs von heute (und wird dies auch tun, wenn das Unternehmen seine Gewinne weiter steigern kann).
    Die Einbeziehung der Zukunft in den Mittelwert würde diesen Mittelwert bei Unternehmen mit wachsenden Gewinnen nach unten verfälschen - und je stärker das Gewinnwachstum, desto stärker diese Verfälschung.
    Das Unternehmen würde also für hohes Gewinnwachstum bestraft und für sinkende Gewinne sogar belohnt (Wal-Mart ist das perfekte Beispiel dafür).

    2016e darf ich deshalb nicht in den Mittelwert mit einbeziehen, weil dann der Wert für 2016e selbst der Mittelwert sein könnte. (Das ist eine der lästigen Eigenschaften des Median.)
    Wenn der Kurs in einem solchen Fall steigt bzw. fällt, dann wäre die Aktie immer "fair bewertet", weil KGV2016e geteilt durch KGV2016e immer gleich 1 wäre.
    Ich darf aber doch nicht annehmen, dass die Aktie mehr wert ist, weil ihr Kurs gestiegen ist.

    Ich habe (aus Gründen der Punktzahlen-Kompatibilität) in meinem "Hamster-Klon" einen Schalter namens ZUKUNFT_MITTELN, mit dem ich die Einbeziehung der Jahre 2016-2018 in sämtliche Mittelwerte ein- bzw. ausschalten kann.

    Bereinigung schrieb:

    Peter888 schrieb:

    Zusätzlich, warum bildest du einen Mittelwert mit GeoMean?
    Weil der Median bei bestimmten Verteilungen der KGV-Werte seine Macken hat.
    Nimmt Dir als Beispiel die KGV-Werte: 20 - 20 - 20 - 20 - 20 - 20 - 15 - 10 - 10 - 10.
    Der Median davon wäre 20, was offensichtlich nicht unserer Vorstellung von einem "Mittelwert" entspricht.

    (Tatsächlich bergen diese Daten ein weitaus grundsätzlicheres Problem, das ich durch die Definition einer "Tauglichkeitsfunktion" für KGV-Daten bekämpfe - das ist aber eine andere Geschichte.)
  • Ich finde das klingt grundsätzlich ziemlich plausibel. Ich habe eine entsprechende Option bei mir eingebaut. Wenn ich mit Excel arbeiten würde, täte ich meine Excel-Datei hier hochladen...

    Ich habe anbei eine Vergleichstabelle erstellt. Man kann sehen, dass es teilweise enorme Abweichungen bei der Einschätzung gibt, was ein günstiger Kurs für eine Aktie wäre. Wenn ich richtig gerechnet habe z.B. BASF z.B. 10 vs. 13, oder Siemens 16,5 vs. 14.




    Ich bin beim Einbezug des GeoMean in das Gesamtergebnis noch nicht ganz überzeugt. Verliert man dabei nicht gerade den Vorteil des Medians, die Extremwerte herauszufiltern?

    Ich glaube, Bereinung, du hast irgendwo geschrieben, dass du die Werte ab 2004 rechnen würdest. Ich habe oben ab 2005 gerechnet, vermute aber, dass das was du als 2004 bezeichnest, bei Hamsterrad 2005 heisst. Jedenfalls komme ich mit Werten ab 2005 z.B. für Bayer auf faires KGV von 17,1; so wie du es in deiner Grafik verwendest hast. Rechne ich mit Werten ab 2004 oder 2006 komme ich mit deiner Methode auf faire Werte jenseits von 18.

    Überhaupt habe ich das Gefühl, das das Startdatum in manchen Fällen ebenfalls einen großen Einfluss haben kann, auch wenn ich es nur für einige Werte exemplarisch gerechnet habe. Warum verwendest du 2004(2005)?
    Dateien
  • Peter888 schrieb:

    Ich bin beim Einbezug des GeoMean in das Gesamtergebnis noch nicht ganz überzeugt. Verliert man dabei nicht gerade den Vorteil des Medians, die Extremwerte herauszufiltern?
    Ja, wenn Extremwerte drin sind. Das will ich aber sowieso nicht, und ich habe eine Messfunktion dafür.

    Und es ist quasi eine zusätzliche "Prüfsumme" für die Qualität der bereinigten Daten, wenn Median und GeoMean auf ein sehr ähnliches Ergebnis kommen.

    Beide Funktionen haben ihre Macken. Ich verwende deshalb inzwischen den arithmetischen Mittelwert zwischen dem Median und dem GeoMean für die Berechnung des Durchschnitts-KGV.

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  • Peter888 schrieb:

    Ich glaube, Bereinung, du hast irgendwo geschrieben, dass du die Werte ab 2004 rechnen würdest. Ich habe oben ab 2005 gerechnet, vermute aber, dass das was du als 2004 bezeichnest, bei Hamsterrad 2005 heisst. Jedenfalls komme ich mit Werten ab 2005 z.B. für Bayer auf faires KGV von 17,1; so wie du es in deiner Grafik verwendest hast. Rechne ich mit Werten ab 2004 oder 2006 komme ich mit deiner Methode auf faire Werte jenseits von 18.

    Überhaupt habe ich das Gefühl, das das Startdatum in manchen Fällen ebenfalls einen großen Einfluss haben kann, auch wenn ich es nur für einige Werte exemplarisch gerechnet habe. Warum verwendest du 2004(2005)?
    Ich halte den Unterschied zwischen 2004 und 2005 als Startwert (noch) nicht für besonders wichtig.
    Für das Gewinnwachstum verwende ich als Startwert für das Gewinnwachstum das arithmetische Mittel der Jahre 2004, 2005 und 2006, also letztlich einen idealisierten Wert für 2005 (um an dieser Stelle die Auswirkung einer eventuellen Verzerrung eines dieser drei Werte auf 1/3 zu begrenzen).

    Für die KGVs beziehe ich 2004 mit ein, weil ich die Werte für hinreichend brauchbar halte (anders als die Werte von 2003). Ich will ja für einen Durchschnitt nicht nur die Übertreibungen nach unten ausblenden, aber die Übertreibungen nach oben alle mitverwenden, sonst fällt dieser Durchschnitt zu hoch aus (und die Aktie sieht dann zu billig aus).

    Wenn ich (wie Hamsterrad) den Startwert (für alle Daten, nicht nur für das KGV) jedes Jahr um ein Kalenderjahr verschiebe, dann landet dieser in absehbarer Zukunft im Jahr 2009, und dann werden Unternehmen für einen starken Gewinneinbruch bzw. eine Dividendenkürzung in der Finanzkrise belohnt, weil das Wachstum von diesem Tiefpunkt aus viel stärker ausfallen wird als von der Mitte des vorherigen Aufwärtstrends der Jahre 2003-2007.
    Deshalb habe ich bei der Umstellung meines Hamster-Klons Anfang 2016 nicht alle Spalten um ein Jahr verschoben, sondern eine zusätzliche Spalte eingefügt (und zahlreiche Formeln entsprechend angepasst).

    Ich möchte so lange 2005 als Startwert verwenden, bis ich genügend Daten habe, um auf 2011 (die Mitte des Aufwärtstrends von 2009-2013, denn seitdem laufen die Märkte eher wieder seitwärts) umschalten zu können - also jeweils zwei Jahre nach dem vorherigen Börsencrash. Dann ist die Übertreibung nach unten sowohl aus den Gewinnen als auch aus den Kursen raus.

    Wenn ich bereinigte Daten betrachte, dann finde ich fast nie einen Ausreißer nach oben, aber in jeder Wirtschaftskrise zahlreiche Ausreißer nach unten. Letztere muss ich also vermeiden, wenn ich den Start- und den Endpunkt jeglicher langfristiger Entwicklung messen will.

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  • Peter888 schrieb:

    Ich habe anbei eine Vergleichstabelle erstellt. Man kann sehen, dass es teilweise enorme Abweichungen bei der Einschätzung gibt, was ein günstiger Kurs für eine Aktie wäre. Wenn ich richtig gerechnet habe z.B. BASF z.B. 10 vs. 13, oder Siemens 16,5 vs. 14.
    Das lässt sich bei beiden Aktien leicht erklären: Beide Unternehmen haben derzeit kein Gewinnwachstum.
    Durch die Aufnahme der Jahre 2016e bis 2018e vervierfachst Du praktisch das Gewicht des KGV2015.
    • Bei Siemens ist das KGV derzeit historisch niedrig - wenn Du drei weitere niedrige KGVs hinten dran hängst, dann senkst Du dadurch den Mittelwert.
    • Bei BASF ist das KGV derzeit historisch hoch - wenn Du drei weitere hohe KGVs hinten dran hängst, dann erhöhst Du dadurch den Mittelwert.
  • Ich habe mal für das Hamsterrad-Universum die Auswirkungen der Wahl des Start-Geschäftsjahres 2004,2005,2006 auf das faire/normale KGV ausgerechnet.

    Ich denke du hast recht, es macht keinen so großen Unterschied ob man 2004 oder 2005 als Startpunkt wählt. Der Unterschied bei den allermeisten Aktien ist <= 3%. Nur bei wenigen Ausreißern gib es höhere Werte. 3% kann man wahrscheinlich gut als typischen Fehlerwert bei der Berechnung des fairen KGV ansehen.

    Konzeptuell könnte man möglicherweise einen aussagekräftigeren Wert bekommen, wenn man historische Analystenkonsens-EPS-Schätzungen der letzten 10 Jahre hätte. Dann könnte man z.B. für jeden Monat der letzten 10 Jahre ein KGV+360d ausrechnen, und wäre nicht mehr so stark vom jeweiligen Finanzjahresschlusskurs abhängig.


    Dateien
  • Bereinigung schrieb:

    Für die KGVs beziehe ich 2004 mit ein, weil ich die Werte für hinreichend brauchbar halte (anders als die Werte von 2003). Ich will ja für einen Durchschnitt nicht nur die Übertreibungen nach unten ausblenden, aber die Übertreibungen nach oben alle mitverwenden, sonst fällt dieser Durchschnitt zu hoch aus (und die Aktie sieht dann zu billig aus).

    Wenn ich (wie Hamsterrad) den Startwert (für alle Daten, nicht nur für das KGV) jedes Jahr um ein Kalenderjahr verschiebe, dann landet dieser in absehbarer Zukunft im Jahr 2009, und dann werden Unternehmen für einen starken Gewinneinbruch bzw. eine Dividendenkürzung in der Finanzkrise belohnt, weil das Wachstum von diesem Tiefpunkt aus viel stärker ausfallen wird als von der Mitte des vorherigen Aufwärtstrends der Jahre 2003-2007.
    Deshalb habe ich bei der Umstellung meines Hamster-Klons Anfang 2016 nicht alle Spalten um ein Jahr verschoben, sondern eine zusätzliche Spalte eingefügt (und zahlreiche Formeln entsprechend angepasst).
    Ich verstehe die Argumentation. Der Nachteil ist natürlich, dass das von Hamsterrad gewollte "Vergessen" von früheren "Unternehmenssünden" dann nicht mehr greift. Eine Lösung die beide Ziele verbindet fällt mir jetzt auf die Schnelle aber auch nicht ein.



    Bereinigung schrieb:

    Ja, wenn Extremwerte drin sind. Das will ich aber sowieso nicht, und ich habe eine Messfunktion dafür.

    Und es ist quasi eine zusätzliche "Prüfsumme" für die Qualität der bereinigten Daten, wenn Median und GeoMean auf ein sehr ähnliches Ergebnis kommen.
    Was berechnest du genau? Was machst deine Formel, wenn die Messfunktion warnt?
  • Peter888 schrieb:

    3% kann man wahrscheinlich gut als typischen Fehlerwert bei der Berechnung des fairen KGV ansehen.
    Ich habe nochmal darüber nachgedacht, und glaube nicht mehr, dass das stimmt. Man kann 3% als untere Grenze des typischen Fehlerwertes eines fairen KGVs ansehen. Die Werte die in die obige Rechnung einfließen sind ja bis auf das Startjahr identisch.

    Andere mögliche Fehlerquellen sind gar nicht berücksichtigt, also z.B. der verwendete Wechselkurs; die Börse; die Frage ob man im Buchwert oder Euro rechnet; oder wie oben angedeutet ob man nur zum Jahresschlusskurs oder mehrmals im Jahr Stichproben zieht; nicht zuletzt die Güte der Bereinigung.

    Die obere Grenze für den typischen Fehler wird daher deutlich höher als 3% liegen, aber mangels Daten finde ich es schwer dafür eine Hausnummer anzugeben.
  • Bereinigung schrieb:


    2016e darf ich deshalb nicht in den Mittelwert mit einbeziehen, weil dann der Wert für 2016e selbst der Mittelwert sein könnte. (Das ist eine der lästigen Eigenschaften des Median.)
    Wenn der Kurs in einem solchen Fall steigt bzw. fällt, dann wäre die
    Aktie immer "fair bewertet", weil KGV2016e geteilt durch KGV2016e immer
    gleich 1 wäre.
    Ich darf aber doch nicht annehmen, dass die Aktie mehr wert ist, weil ihr Kurs gestiegen ist.

    Ich habe deine Formel übernommen, inclusive des GeoMean, obwohl ich wie wohl die meisten Leser hier noch ziemlichen Respekt vor einer eigenen Bereinigung habe.

    Bei deiner Begründung für die Nicht-Einbeziehung des KGV16e stehe ich allerdings auf dem Schlauch. Gehen wir von Bayer aus, mit Geschäftsjahr=Kalenderjahr. Hamsterrad rechnet ja den KGV-Wert in der Spalte "2016" aus dem Jahresschlusskurs 2015 und dem EPSe 2016. Bei mir kommt da z.B. gerade 115,80 / 5,44 = 21,3 raus. Dieser Wert zwar abhängig vom Analystenkonsens-geschätzter-EPS-Wert, aber unabhängig vom aktuellen Kurs. Man könnte sogar argumentieren, dass der KGV16e Wert sogar weniger als die anderen Werte Äpfel und Birnen miteinander vergleicht. Für KGV2015 bekomme ich z.B. Kurs Ende 2014/bereinigtes EPS Ende 2015: 113/5,18 = 21,8. Nun kannte man Ende 2014 das bereinigte EPS des kommenden Jahres natürlich noch nicht.
    Für Unternehmen, deren Geschäftsjahr in 2016 bereits abgeschlossen ist, würde es sich mit der gleichen Logik anbieten, nicht nur EPS2016, sondern auch EPS2017e mit einzubeziehen (so heißen jedenfalls die entsprechenden Spalten bei Hamsterrad).
  • Peter888 schrieb:

    Bei deiner Begründung für die Nicht-Einbeziehung des KGV16e stehe ich allerdings auf dem Schlauch. Gehen wir von Bayer aus, mit Geschäftsjahr=Kalenderjahr. Hamsterrad rechnet ja den KGV-Wert in der Spalte "2016" aus dem Jahresschlusskurs 2015 und dem EPSe 2016. Bei mir kommt da z.B. gerade 115,80 / 5,44 = 21,3 raus. Dieser Wert zwar abhängig vom Analystenkonsens-geschätzter-EPS-Wert, aber unabhängig vom aktuellen Kurs.
    Du hast völlig Recht. Ich bin bei meiner Argumentation "um eine Jahresspalte verrutscht", weil das Bilanzjahr 2016e zwar noch läuft, aber sein Startkurs (im Gegensatz zum aktuellen KGV+360e) bereits feststeht. Analoges gilt für das bereits laufende KGV2017e einiger Unternehmen.
  • Ich muss sagen es ist verdammt schwierig euch zu folgen.
    Ich habe (aus Gründen der Punktzahlen-Kompatibilität) in meinem "Hamster-Klon" einen Schalter namens ZUKUNFT_MITTELN, mit dem ich die Einbeziehung der Jahre 2016-2018 in sämtliche Mittelwerte ein- bzw. ausschalten kann.

    Ich würde das in meine Hamsterrad-Sheet auch gerne mal probieren.

    Meinst Du damit die Spalte "Mittelwert" in den Blättern "Ergebnis je Aktie", "Buchwert je Aktie" und "Dividende je Aktie" ? Und hier berechnest Du den Mittelwert anders wie Hamsterrad nur bis (inklusive) 2016e ?
    Komplett ist die Modifikation dann mit der Anpassung der KGV-Median( bei Dir Median/Geomean)-Berechnung im Bewertungs-Blatt ebenfalls bis 2016e, statt bis 2018e?
  • finisher schrieb:

    Meinst Du damit die Spalte "Mittelwert" in den Blättern "Ergebnis je Aktie", "Buchwert je Aktie" und "Dividende je Aktie" ? Und hier berechnest Du den Mittelwert anders wie Hamsterrad nur bis (inklusive) 2016e ?Komplett ist die Modifikation dann mit der Anpassung der KGV-Median( bei Dir Median/Geomean)-Berechnung im Bewertungs-Blatt ebenfalls bis 2016e, statt bis 2018e?
    Auch in den Blättern für Dividendenrendite (der verwendete Kurs ist derselbe wie beim KGV) und Ausschüttungsquote (gar keine Kursabhängigkeit).

    Die Median/GeoMean-Geschichte bezog sich nicht auf den Hamster-Klon (in dem ich allerdings einen anderen Schalter habe, um u. a. zwischen diesen beiden Methoden umzuschalten - das ist derselbe "Kompatibilität"-Schalter wie für die Auswahl der Punktetabellen).
  • Peter888 schrieb:

    Bereinigung schrieb:

    2016e darf ich deshalb nicht in den Mittelwert mit einbeziehen, weil dann der Wert für 2016e selbst der Mittelwert sein könnte. (Das ist eine der lästigen Eigenschaften des Median.)
    Wenn der Kurs in einem solchen Fall steigt bzw. fällt, dann wäre die
    Aktie immer "fair bewertet", weil KGV2016e geteilt durch KGV2016e immer
    gleich 1 wäre.
    Ich darf aber doch nicht annehmen, dass die Aktie mehr wert ist, weil ihr Kurs gestiegen ist.
    Bei deiner Begründung für die Nicht-Einbeziehung des KGV16e stehe ich allerdings auf dem Schlauch. Gehen wir von Bayer aus, mit Geschäftsjahr=Kalenderjahr. Hamsterrad rechnet ja den KGV-Wert in der Spalte "2016" aus dem Jahresschlusskurs 2015 und dem EPSe 2016. Bei mir kommt da z.B. gerade 115,80 / 5,44 = 21,3 raus. Dieser Wert zwar abhängig vom Analystenkonsens-geschätzter-EPS-Wert, aber unabhängig vom aktuellen Kurs. Man könnte sogar argumentieren, dass der KGV16e Wert sogar weniger als die anderen Werte Äpfel und Birnen miteinander vergleicht. Für KGV2015 bekomme ich z.B. Kurs Ende 2014/bereinigtes EPS Ende 2015: 113/5,18 = 21,8. Nun kannte man Ende 2014 das bereinigte EPS des kommenden Jahres natürlich noch nicht.
    Für Unternehmen, deren Geschäftsjahr in 2016 bereits abgeschlossen ist, würde es sich mit der gleichen Logik anbieten, nicht nur EPS2016, sondern auch EPS2017e mit einzubeziehen (so heißen jedenfalls die entsprechenden Spalten bei Hamsterrad).
    Inzwischen ist mir wieder eingefallen, woher meine Bedenken gegen die Einbeziehung von 2016e in den Durchschnitt kommen.
    Es ist nicht der Kurs der Aktie, der sich ändern kann, sondern die Analystenschätzung für das laufende Bilanzjahr.

    Wenn nun das EPS2016e in den Durchschnitt einfließt und aufgrund der Eigenschaften des Median diesen selbst darstellt, dann hätte eine Erhöhung bzw. Reduzierung dieser Analystenschätzung keinen (bzw. nur einen minimalen) Einfluss auf die Bewertung der Aktie (weil sie sowohl das KGV+360d als auch den KGV-Durchschnitt in dieselbe Richtung verändern würde, wenngleich ersteres nicht mit dem vollen 100%-Gewicht, außer exakt zum Beginn des Bilanzjahres 2016).

    Ich erinnere mich daran, dass dieser Fall bei der Aktie von Alphabet Anfang 2015 vorlag.